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Leckere Rezepte aus Österreich: der Kaiserschmarren
Die österreichische Küche bietet viele leckere Rezepte. Es scheint ungerecht, eines hervorzuheben, und doch gibt es ein Gericht, das ganz besonders österreichisch ist, dazu sehr lecker und ganz einfach zuzubereiten: der wunderbare Kaiserschmarren.
Der Kaiserschmarren ist eine warme Süßspeise und gehört zu den bekanntesten Rezepten der österreichischen Küche. Das Wort Schmarren ist seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich, etymologisch leitet es sich vom Wort „Schmer“ – Schmalz – her. Dieses war neben Milch, Eiern und Mehl auf den Höfen reichlich vorhanden, und so waren Pfannengerichte aus diesen Zutaten häufige Mahlzeiten für Bauern, Hirten, Häusler und Senner. Erst im 18. Jahrhundert wurden ländlich-bäuerliche Schmarren Rezepte in die städtisch-bürgerliche Küche übernommen und so salonfähig gemacht, irgendwann entstanden dann wienerische Rezepte wie „Kaiserschmarren mit Zwetschenröster“.
Wie es dazu kam, ist nicht eindeutig belegt, doch selbstredend ranken sich zahlreiche Mythen rund um die Person des Habsburgers Franz Joseph I. Eine davon besagt, dass dem Kaiser während einem seiner zahlreichen Jagdausflüge ein Holzfällerschmarren gereicht wurde – ihm zu Ehren mit Milch, Rosinen und Zucker verfeinert. Dieser soll dem Kaiser so gut geschmeckt haben, dass er als Kaiserschmarren fortan eines seiner Leibgerichte geblieben sein soll. Eine weniger blumige Erklärung führt die Entstehung auf den „Casa“ Schmarren – also Hausschmarren – zurück. Die üppigen Zutaten sprechen andererseits dafür, dass dieses leckere Rezept zu jenen gehörte, die im 19. Jahrhundert so wie zahlreiche andere durch den Namenszusatz „Kaiser“ geadelt wurden.