Latwerge

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  • 7500 dag Zwetscken
  • 500 dag Zucker

Für die Zubereitung::

  • 1 lg Kupferner Waschkessel
  • Einige motivierte Freunde
  • Oder Nachbarn mit Kondition
  • Viel Zeit und Geduld!!

Ein simples aber köstliches Kuchenrezept:

Die Zwetschen entsteinen und im Kessel bei mässiger Temperatur, unter durchgehendem Umrühren min. 5-6 h am Herd kochen. Am Schluss den Zucker dazurühren. In irdene Kochtöpfe (oder Gläser) abfüllen, nach ein paar Tagen mit Pergamentpapier bedecken und zubinden. Statt Zucker nahmen die Frauen früher den Saft gekochter kleingehackter Zuckerrüben. Die Latwerge isst man in Aulendiebach (und nicht nur dort) nicht allein auf Brot, sondern streicht sie dito auf gekochte, geschälte Erdäpfel, die zuvor dick mit Matte (Topfen) bestrichen wurden.

======== Info (für die Nichthessen):

Wie anderwärts Rübenkraut und Apfel, so sind im Buedinger Land Zwetschen- und Birnenmus ein beliebter Brotaufstrich. Er heisst dabei, wie in Südhessen allgemein, 'Latwerge', derweil man das Püree aus Birnen zur Unterscheidung 'Hoink' nennt, was sich von dem süssen Honig herleitet. Der Jahresbedarf wird im kupfernen Waschkessel eingekocht. Nur durch Mobilisierung aller nachbarschaftlichen Hilfe ist das Entkernen der Körbe voll Zwetschen, das Schnitzeln und Schälen der Birnen und vor allem das Nacht und Tag dauernde Rühren zu bewältigen. Kuchen und Kaffee, kräftige hausmacher Wurst mit deftigem Bauernbrot und hin und nochmal ein würziger Schnaps lockern die stundenlange Tätigkeit auf. Die köstlich duftende 'Latwerge' wird anschliessend in die Vorratstöpfe aus grauem Steinzeug abgefüllt.

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