Aalspiesschen Zu Sankt Vinzenz

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Portionen: 4

  • 1500 g Aal
  • 100 ml Essig
  • 2 EL Öl
  • 4 Orangen
  • 3 Zitronen
  • 0.5 Granatapfel
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 20 Lorbeerblätter (frisch)
  • Salz
  • Kardamom
  • Ingwer

Gewüzmischung:

  • 0.25 Teelöffel Pfeffer
  • 0.25 Teelöffel Nelken (gemahlen)
  • 0.25 Teelöffel Zimt (gemahlen)
  • 0.25 Teelöffel Ingwer (gemahlen)

Nach Einer Novelle Von:

  • Gentile Sermini und einer Erzählung von Odile Redon, Francoise Sabban, Silvano Serventi Erfasst von Rene Gagnaux

Zuerst das Rezept: Sie den Aal von Ihrem Fischhändler ausnehmen, sorgsam häuten und in Stückchen schneiden. Die Aalstücke auf Spiesschen stecken, dazwischen Lorbeerblätter. Eine Mischung aus Essig, Öl und der Kräutermischung vorbereiten und in ein Gefäß gießen, in das man den Rosmarinzweig taucht.

Die Spiesschen in ein wenig Entfernung von der Glut rösten und häufig mit der obigen Mischung mittelsdes Rosmarinzweigs überträufeln. Das Garen gut überwachen, damit der Aal nicht zerfällt.

Wenn der Aal gar ist, die Stückchen in einem tiefen Teller gleichmäßig verteilen und den Saft der Orangen, Zitronen und Granatapfel darübergiessen, mit gemahlenem Ingwer und Kardamom bestreuen. Warm halten und lauwarm zu Tisch bringen.

Die Geschichte könnte hier enden, aber Sermini ist in Fahrt gekommen. Die satten Priester verfallen in ekstatische Zustände und stimmen das Te Deum an. Aufgescheucht durch die Schreie und den Gesang, eilen Vinzenz und seine Familie herbei. Um den exzessiven Gesang zu rechtfertigen, erfindet Ser Meoccio die Erscheinung des heiligen Vinzenz, der ihm überschwenglich für ein Festmahl gedankt habe, von dem er keinen Bissen abbekommen hatte. Der Pfaffer verbreitet Wundereffekte mit einem Wohlgeruch von Heiligkeit, indem er Rosenwasser über der frommen Familie versprengt.

Wir sind im 15. Jahrhundert, und der Unwille gegen eine korrupte Kirche steigt. Lodovico Salerni, ein Stadtbürger, klüger als die Bauern, demaskiert den schlechten Priester: Sermini ist immer unbarmherzig, sowohl mit Kirchenleuten als ebenso mit Erdenmenschen.

Im Eifer des Gefechts nimmt Ludovico das Brevier des Pfarrers an sich: "Darin standen nur Kochrezepte, in denen alle denkbaren Speisen und Leckereien aufgeführt waren, ausserdem die Art, sie zuzubereiten, die Saucen, zu denen sie zu dienieren waren, und die Jahreszeit, wann man sie zu machen hatte".

Noch heute wird am Ufer des Trasimenischen Sees der Aal gewöhnlich so zubereitet. Vorzugsweise sollte er auf einem Barbecue gegart werden, denn dort ist er leichter zu rösten als in einem Herd am Spiess. Da die Orangen des Mittelalters nicht süß waren, wurde hier eine Mischung aus Zitronen und Orangen genommen. Man könnte aber auch Mandarinen beziehungsweise Orangen von nicht veredelten Bäumen verwenden.

Unser Tipp: Wenn Sie gerne mit frischen Kräutern kochen, besorgen Sie sich am besten Küchenkräuter in Töpfen - so haben Sie immer alles parat!

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