Gesundheitsbringender Reisbrei

Congee

In der Ernährungslehre nach Traditionell Chinesischer Medizin spielen sogenannte „Congees“ - bei uns häufig als Reisschleim, Reisbrei oder Wasserreis übersetzt - eine bedeutende Rolle.

Zubereitung
Für die Zubereitung wird Vollkornreis im Verhältnis 1:6 bis 1:10 mit Wasser nach kurzem Aufkochen in einem großen Topf (Volumen vervielfältigt sich!) rund 4 bis 6 Stunden auf kleinster Flamme gekocht. Der daraus entstehende Brei stärkt besonders das Qi des Mittleren Erwärmers und Milz und Magen sind hoch erfreut über die Energie, die ihnen mit einem Reis Congee zugeführt wird.

Basisbrei als Vorrat
Das Reis Congee eignet sich gut zum Vorkochen. Abgefüllt in Marmeladengläser hält es im Kühlschrank 1-2 Wochen. Machen Sie sich dann noch die Mühe, das Congee richtig einzurexen, indem Sie es in sterilisierte Gläser abgefüllt und luftdicht verschlossen im Wasserbad erhitzen, sodass ein Vakuum entstehen kann, können Sie so die Haltbarkeit noch geraume Zeit verlängern.

Pimp my Congee
Da für unseren westlichen Geschmack ein reiner Reisbrei oft langweilig und fade empfunden wird, ist es durchaus legitim ein „Basis Congee“ dahingehend zu verfeinern, dass wir aus dem heilsamen Reisbrei auch ein schmackhaftes Mahl zaubern. Je nach Zugabe der unterschiedlichen weiteren Zutaten können wir zudem die Wirkweise noch erweitern bzw. verändern.

Variationen
Ob mit Kokosmilch, Äpfeln und Vanille zu einem köstlichen Dessert verkocht oder mit Roten Rüben, Kren und Walnüssen zu einer außergewöhnlichen Suppe verarbeitet, Ihrer Phantasie sind bei der Kreation von wohlschmeckenden Congees kaum Grenzen gesetzt. Solange Sie hochwertige Zutaten, Kräuter und Gewürze verwenden, Zucker und Salz nicht im Übermaß zum Einsatz bringen und sich von Geschmacksverstärkern und industriell gefertigten Zutaten fernhalten, können Sie aus Ihrem einfachen Reisbrei ein leckeres, energiereiches und wohltuendes Frühstück, eine schnelle Mittagsmahlzeit oder ein leichtes und bekömmliches Dessert fabrizieren.

Congees aus anderen Getreidesorten & Hülsenfrüchten
Aber nicht nur Reis eignet sich zum Kochen von Congees. Auch Congees aus Hirse, Dinkel, Hafer, Gerste, Buchweizen oder Weizen, oder aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Kichererbsen eigenen sich u.a. auch aufgrund ihrer langen Kochzeit sowie ihrer bemerkenswerten gespeicherten Energie besonders gut zur Herstellung oder Kombination mit verschiedenen Congees. Die Wirkweise der einzelnen Zutaten kann je nach Absicht wieder gezielt zum Einsatz gebracht werden.

Unterschiedliche Wirkweisen
So wirkt beispielsweise ein Weizen Congee kühlend und fiebersenkend, beruhigend und psychisch ausgleichend. Ein Maroni Congee kann unsere Nierenkraft stärken und ein Congee aus Maisgries kann bei Appetitlosigkeit und Kältegefühlen helfen.

Autor: Ulli Goschler

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