Worauf muss ich beim Kochen achten?
Beim Gemüse- oder besser Obstregal sollte man zuerst überlegen, wann man die Avocado verwenden möchte: Will man sie noch am gleichen Tag essen, sollte man unbedingt zu einer Frucht von schöner grüner Farbe greifen, die bei Fingerdruck doch ziemlich nachgibt. Findet das Essen erst in ein paar Tagen statt, ist es hingegen wichtig, eine relativ feste Avocado zu nehmen, da diese zu Hause noch nachreift. Da sich das Fruchtfleisch schnell sehr unschön braun verfärbt, fügt man am besten gleich Zitronensaft hinzu und/oder gibt den Avocadokern zum verarbeiteten Fruchtfleisch dazu. Im Ganzen aufbewahrt halten Avocados im Kühlschrank 2 bis 3 Tage, sind sie einmal aufgeschnitten und verarbeitet, sollte man sie am besten noch am gleichen Tag aufessen, da sie sich sonst unweigerlich mit der Zeit verfärben.
Eine kleine Kulturgeschichte der Avocado
Die „Alligatorbirne“ stammt aus Mittel- und Südamerika, von wo sie durch die spanischen Eroberer wie so viele andere Gemüse- und Obstsorten im 16. Jh. ihren Weg nach Europa fand. Das Wort Avocado selbst leitet sich von einem aztekischen Wort ahuacatl her, das soviel wie „Butter des Waldes“ heißt. Nicht verwunderlich, dass in Europa ähnliche Bezeichnungen auftauchten – wie Butterbirne oder Butterfrucht wegen der Konsistenz von Avocados oder eben aufgrund ihrer Form und der grünen ledrigen Haut auch Alligatorbirne.
Biologisches
Avocados findet man in heimischen Regalen zwar grundsätzlich beim Gemüse und sie werden auch für salzige Gerichte wie Gemüse verwendet, streng genommen handelt es sich dabei aber um eine Obstsorte. Die Beerenfrucht, die zu den Lorbeergewächsen zählt, wächst in tropischen und subtropischen Gefilden auf 20 m hohen Bäumen. Die birnenförmige Frucht kann je nach Sorte zwischen 200 g bis über 1 kg wiegen. Das grüngelbliche und fettreiche Fruchtfleisch wird von einer meist dünnen grünen Schale umgeben. Das Fruchtfleisch schmeckt leicht süßlich und nussig und ist in seinem Fettgehalt nur mit Oliven zu vergleichen. Im Inneren der Frucht befindet sich der ungenießbare walnussgroße Samenkern.
Für Körper und Gesundheit
Mit 161 kcal/100g ist die Avocado ganz sicher kein Schlankmacher. Da ihre Fette aber mehrfach ungesättigt sind, handelt es sich um eine ungemein gesunde Art von Fetten, was die Avocado als ausgezeichneten Energiespender qualifiziert. So schützt die alpha-Linolensäure z.B. vor Herz-Kreislaufbeschwerden. Zudem enthält die Avocado auch noch Enzyme, die den Fettabbau beschleunigen. Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium und Folsäure stärken die Nerven. Avocados wirken cholesterinregulierend und verdauungsanregend. Außerdem beinhalten sie B-Vitamine und Vitamin E.
Autor: Helene Wagner