Wie uns Nahrungsmittel einfach schöner machen

Kosmetik zum Essen

Seit Jahrhunderten werden Lebensmittel in der Kosmetik eingesetzt. Bereits die alten Ägypter nutzten das Zusammenspiel von Milch und Honig, um ihre Haut weich und geschmeidig zu machen. Viele dieser alten Rezepte werden heute noch verwendet - von Industrie und Normalverbrauchern, die ihre Kuren und Masken selbst herstellen.
Die Zutaten dafür findet man in Supermärkten oder Gewürz-Fachgeschäften. Sofern man nicht auf allergisch auf bestimmte Stoffe reagiert, ist die Kosmetik aus Nahrungsmittel gut verträglich, in der Herstellung nicht schwer und meist auch billiger als teure Markenprodukte.

Die Mutter der Lebensmittelkosmetik: Milch
Milch ist nicht nur eines der wichtigsten Nahrungsmittel für den menschlichen Körper, sondern wirkt sich äußerst positiv auf die Haut aus. Sie enthält hundert kosmetisch wichtige Wirkstoffe und regt damit Durchblutung sowie Zellregeneration an. Außerdem stärkt die Milchsäure den Säureschutzmantel der Haut und spendet trockener, strapazierter Haut Feuchtigkeit. In der Kosmetik werden verschiedenste Milchextrakte wie Kuhmilch, Mandelmilch, Kokosmilch, Weizenmilch oder Stutenmilch eingesetzt. Sie sind fester Bestandteil von Badezusätzen, Gesichtspflegeprodukten, Haarkuren und Nagelpflegeprodukten. Mit dabei ein Kosmetikklassiker: das Kleopatra-Bad mit Milch und Honig.

Gesichtsmaske mit Schlemmerfaktor: Joghurt
Der Name Joghurt kommt vom türkischen Wort „yogurt“ und heißt übersetzt „dicke Milch“. Ursprünglich wurde Joghurt durch eine Säuerung von Milch hergestellt. Dabei verdickte ein Lactobazillus die Milch. Heute wird das Industriejoghurt meist durch spezielle ausgesuchte Mikroorganismen hergestellt und mit Magermilchpulver vermischt. Joghurt ist ein altes Hausmittel gegen Pickel und Akne. Deshalb wir des häufig für Gesichtsmasken angewendet. Es spendet der Haut viel Feuchtigkeit und fördert die Elastizität.

Süßer Feuchtigkeitsspender: Honig
Honig ist nicht gleich Honig. Neben dem Bienenhonig, gibt es Honig aus Raps, Löwenzahn, Sonnenblumen oder anderen Pflanzen. Bereits in der Antike war die heilende und beruhigende Wirkung von Honig bekannt und galt als eines der besten kosmetischen Mitteln. Honig ist für jeden Hauttyp gut verträglich, spendet Feuchtigkeit und versorgt die Haut mit vielen wichtigen Nährstoffen. Weiters lässt Honig frisch aussehen und macht die behandelten Körperstellen samtig weich. Jugendliche Haut wird gereinigt, geklärt und antibakteriell behandelt. Durch die milden Säuren, die im Honig enthalten sind, wird der natürliche Säureschutzmantel des menschlichen Organismus gestärkt. Zu finden ist Honig hauptsächlich in Badezusätzen, Lotionen, Spülungen und Masken.

Kleopatrabad
Zutaten:
1 Tasse Honig
1 Liter Milch
500 g Kochsalz
Die Milch leicht erwärmen und den Honig darin auflösen. Das Salz in die leere Wanne schütten und mit heißem Wasser auffüllen. Danach den Milch-Honig-Mix hinein geben und sich 20 Minuten wie Kleopatra fühlen.

Honig für die Haare
1 EL Honig
5 EL Milch
1 TL Jojobaöl
Die Zutaten vermengen und im feuchten Haar verteilen, nach einer halben Stunden die Kur wieder auswaschen.

Topfen-Joghurt Maske
3 EL Topfen
2 EL Joghurt
15 Tropfen Olivenöl
1 Eigelb
Zutaten verrühren und die Maske auf das Gesicht auftragen sowie eine viertel Stunde einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Autor: Anita Arneitz

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