Teeproduzierende Länder

Woher kommt der Tee

Tee wird heute auf den großen Auktionen in Kalkutta, Cochin, Colombo und Mombasa gehandelt (Das Teeauktionshaus in London wurde 1998 geschlossen).
Hier ersteigern die Großhändler ihre Partien, die dann per Schiff oder Flugzeug nach Europa gelangen.

Indien ist der größte Teeproduzent und erzeugt in erster Linie schwarzen Tee, aber auch etwas Grüntee und Oolong. Bekannteste Anbaugebiete sind Darjeeling, Assam, Dooars und Nilgiri.

China ist die Heimat der Teekultur und der Teepflanze (Thea sinensis). Der zweitgrößte Teeproduzent der Welt kann mit einer Vielfalt an Teesorten – vor allem im Bereich der Grüntees – aufwarten. Bekannteste Anbaugebiete sind Yunnan, Fujian und Sichuan.

Japan ist das Heimatland der Teezeremonie (Chá-no-yu) und produzierte ursprünglich nur grünen Tee. Die bekanntesten Sorten sind Gyokuro, Sencha, Bancha und Matcha.

Formosa ist die alte Bezeichnung für Taiwan und heißt übersetzt "die Wunderschöne". Hier werden hauptsächlich ausgezeichnete Oolongs produziert. Die Gesamtteeproduktion

Kenia ist das erfolgreichste junge Teeland Afrikas, das vor allem CTC-Ware erzeugt. Es ist der viertgrößte Teeproduzent der Welt und der größte Teerzeuger in Afrika.

Südamerika ist weitaus bekannter für die Mate- und Lapacho-Produktion als für die Teeproduktion. In Argentinien werden Schwarztees mit dunklem Aufguss, erdigem Geschmack und mittlerem Körper produziert, die vor allem in die USA und nach China (!) exportiert werden. Der größte Teil der brasilianischen Teeproduktion wird für Teebeutel verwendet, die auf dem heimischen Markt und in den USA konsumiert werden.

Die Türkei produziert ausschließlich für den Eigenbedarf.

Bei den Stichwörtern "Russland" und "Tee" denkt man unweigerlich an den Samowar. Als Teeproduzent spielt Russland heutzutage keine wichtige Rolle.

Autor: Jürgen Ehrmann

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