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Wein-ABC

Weinbegriffe, die man kennen sollte:

AMPELOGRAPHIE: Die Rebsortenkunde.

A.O.C . (APPELATION D’ORIGINE CONTRÔLLÉE) oder A.C .
Kontrollierte Ursprungsbezeichnung in Frankreich. Klassifiziert werden bestimmte Lagen, nicht Weine. Zur Erlangung des A.O.C.-Status müssen Bedingungen wie eine Ertragsbeschränkung erfüllt werden.

AUSBRUCH
Süßwein-Spezialität des österreichischen Weinbauortes Rust/Burgenland. Edelfaule Beeren werden mit Traubenmost aufgeweicht und ausgelaugt.

BARRIQUE
Kleines, neues Eichenholzfass, das etwa in Bordeaux 225 Liter fasst, es gibt jedoch auch Fässer mit 300 Litern und andere.

BEAUJOLAIS
Weinbaugebiet im südlichen Burgund. Besonders begehrt ist der Beaujolais Primeur, der traditionell genau sechs Wochen nach dem Ende der Weinlese in den Handel gebracht wird. Pendants in Österreich heißen: Steirischer Junker, Junger Wiener und Junger Österreicher.

BIOLOGISCHER SÄUREABBAU (BSA)
Dabei wird die für die Zunge schärfend wirkende Apfelsäure bakteriell in die milder wirkende Milchsäure umgewandelt.

BOTRYTIS AUCH : EDELFÄULE
Dieser Pilz durchlöchert die Traubenhaut, durch die Verdunstung des Wassers kommt es zu einer Zuckerund Extraktkonzentration in der Traube – das Produkt sind edelsüße Prädikatsweine.

CHAMPAGNE
Nördlichstes Weinanbaugebiet Frankreichs, aus dem der berühmte Champagner stammt.

COGNAC
Feinster aller Weinbrände aus dem gleichnamigen, durch eine A.C. (Appelation contrôllée) geschützten Weinanbaugebiet nördlich von Bordeaux. Je älter, desto besser.

CRU
Franz. Lagenbezeichnung. Im Medoc (Bordeaux) gibt es nach der Klassifizierung von 1855 fünf Stufen von Crus classés (von 1er bis 5ieme).

CUVÉE
Verschnitt aus verschiedenen Weinen.

D.A.C.
Kontrollierte Ursprungsbezeichnung in Österreich – steht für einen typischen Wein aus einer Region.

DENOMINAZIONE DI ORIGINE CONTROLLATA – D.O.C.
Kontrollierte Ursprungsbezeichnung in Italien.

EISWEIN
Die Trauben müssen im gefrorenen Zustand geerntet werden.

EXTRAKT
Ist Wein minus Wasser; genauer gesagt: all jene Stoffe, die nach dem kompletten Verdampfen des Wasseranteiles übrig bleiben würden (Zucker, Säuren, Mineral-, Gerb- und Farbstoffe). Je mehr Extrakt, desto mehr „Körper“ hat der Wein.

FILTRATION
Um Klarheit und Stabilität zu erreichen, werden Trubstoffe aus dem Wein gefiltert. Manche Winzer füllen ihre Weine unfiltriert in Flaschen um die Geschmacksstoffe besser auf die Flasche zu bringen.

FLASCHENGÄRUNG
(In Frankreich „Méthode champenoise“ genannt). Die zweite Gärung bei der Herstellung von Schaumweinen in der Flasche.

FLÜCHTIGE SÄURE
Andere Bezeichnung für Essigstich – ein Weinfehler, der sich durch einen essigartigen Geruch bemerkbar macht.

GALLO NERO
Der „Schwarze Hahn“ ist die Schutzmarke für den Chianti Classico.

GEMISCHTER SATZ
Unter anderem in Wien gebräuchlich. Entsteht aus Trauben von Rebstöcken verschiedener Sorten, die traditionell im selben Weinberg stehen.

GERBSTOFFE
Stammen aus den Stilen, Kernen und der Traubenhaut und haben eine zusammenziehende (adstringierende) Wirkung am Gaumen.

HARZWEIN
Weine wie der griechische Retsina werden durch die Beigabe von Harz haltbar gemacht.

HEURIGER
Wiener Spezialität. Als „Heuriger“ wird einerseits der Wein des vergangenen Jahrganges bezeichnet (bis 11. November = Martini des Folgejahres), andererseits die Lokalität, in der dieser Wein ausgeschenkt wird.

JAHRGANGS-CHAMPAGNER
Nur in besonderen Jahrgängen werden auch Jahrgangs-Champagner hergestellt, die mindestens 3 Jahre gelagert werden müssen, ehe sie auf den Markt kommen.

KABINETT
Qualitätsbezeichnung des deutschen und österreichischen Weingesetzes. Die Bezeichnung geht auf den Cabinet- Keller im 1245 erbauten Zisterzienserkloster von Ebersbach im Rheingau zurück.

KLOSTERNEUBURGER MOSTWAAGE (KMW)
Österreichische Maßeinheit für Zuckergrade im Traubenmost; in Deutschland Öchsle.

KORK KORKEN
Flaschenkorken werden aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Zuletzt bekam der Korken Konkurrenz durch Kunststoffstoppel und Drehverschlüsse, die vor allem für jung zu trinkende Weine verwendet werden.

KORKGESCHMACK
Der Korkgeschmack rührt in den meisten Fällen von Pilzen her, die den Kork bereits am Baum befallen.

KÖRPER
Man spricht von Körper oder Körperreichtum, wenn ein Wein besonders viele Extraktstoffe (auch Alkohol) aufweist. Synonyme: vollmundig, voluminös, mächtig.

LAGE
Lagen oder Rieden sind bestimmte Teile einer Weinbaufläche. Sie haben vor allem die Funktion, die Qualität von Weinen leichter bestimmen zu können.

MADEIRA
Auf der 600 Kilometer vor der portugiesischen Küste gelegenen, gleichnamigen Insel gekelterter Dessertwein, der ähnlich wie Sherry hergestellt und auf einen Alkoholgehalt von bis zu 20 % aufgespritet wird. Madeira ist der langlebigste Wein der Welt und kann auch bei einem Alter von mehr als 200 Jahren noch genossen werden.

MAGNUM
Doppelflasche mit 1,5 Liter Inhalt. Schön für größere „Tafelrunden“, gut für die Haltbarkeit des Weines, der sich darin langsamer entwickelt.

MESSWEIN
Laut Definition des „Codex juris Canonici“ (Canon 924, Paragraph 3) ist lediglich festgelegt, dass Messwein naturrein (keine Aufbesserung oder Entsäuerung) und aus Trauben gewonnen sein muss und nicht verdorben sein darf.

MOUSSEUX
Viel besser klingender Fachausdruck für das Perlen des Schaumweines.

ÖNOLOGIE
Die Wissenschaft vom Wein.

OXIDATION (AUCH: OXYDATION)
Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff. Zwar braucht Wein eine gewisse Menge Sauerstoff um zu reifen, doch sollte bei der Weinbereitung Sauerstoff (Luft) möglichst weitgehend fern gehalten werden. Oxidierte/oxidative Weine verändern sich meist unerwünscht (Hochfärbigkeit, Luftgeschmack, Firn, brotiger Duft etc.). Bei manchen Weinen führt der „oxidative“ Ausbau zum gewünschten Geruchs- und Geschmacksbild (Sherry, Port, Madeira).

PETROLTON
Weinaroma, das an Benzin/Petroleum erinnert; vor allem in alten Rieslingen.

PORT
Mit Branntwein verstärkter, meist roter Süßwein aus Portugal.

PRÄDIKATSWEIN
Durch hohes Mostgewicht definierte, hochwertige Weine. In Deutschland ab Kabinett, in Österreich ab Spätlese.

PRIMEUR
Jungwein – der erste Wein des neuen Jahrgangs.

REBLAUS
Wurde aus Amerika nach Europa importiert und richtete durch Schädigung der Rebwurzeln vor der Jahrhundertwende fast überall enorme Schäden an. Heute vor allem in Kalifornien ein Problem.

REDUKTIVER AUSBAU
Ausbau des Weines möglichst ohne Sauerstoffkontakt (Gegenteil: oxidativ) in Drucktanks. Die Weine werden dadurch besonders fruchtig und zeigen einen intensiven, eher harten Duft.

RESTSÜSSE /RESTZUCKER
Zuckerrest, der nach abgeschlossener Gärung im Wein verbleibt. ROSÉ Rasch abgepresster Rotwein, der eine hellrosa Färbung annimmt; die besten stammen aus dem Süden Frankreichs (Provence, Languedoc-Roussillon).

SCHWEFEL
Macht Wein haltbar und verursacht bei zu hoher Dosierung Kopfschmerzen.

SEKT
In deutschsprachigen Ländern die Bezeichnung für Schaumwein nach den Richtlinien der EU; bis zum Friedensvertrag von Versailles (1919) durfte der Sekt auch Champagner heißen.

SHERRY
Mit Branntwein verstärkter Wein aus Jerez/Spanien.

SOMMELIER
Der Weinkellner.

STROHWEIN
Wein aus Trauben, die auf Strohmatten getrocknet werden und so zu Rosinen einschrumpfen.

STURM
In Österreich gebräuchliche Bezeichnung für perlenden Jungwein in der ersten Phase der Gärung.

TANNIN
Gerbstoff im Rotwein, der im Mund eine zusammenziehende (adstringierende) Wirkung hat.

TOASTING
Neue Fässer werden ausgebrannt,was dem Wein einen eigenen, rauchigen Geschmack gibt.

TRESTER/TREBERN
Rückstände nach dem Pressen der Trauben;werden heute von vielen Winzern zu Trebernschnaps gebrannt (in Italien Grappa, in Frankreich Marc genannt).

UHUDLER
Direktträgerrebe in Österreich, die von amerikanischen Hybridreben stammt.

VENDEMMIA
Kein Wein, sondern das italienische Wort für Jahrgang.

VINO DA TAVOLA
In Italien entweder einfacher Tafelwein oder ein Wein, der nicht den Anforderungen einer D.O.C. entspricht; viele der besten Weine Italiens sind Vini da Tavola.

WEINSTEIN
Feine Kristalle, die sich im Weißwein während der Gärung oder Lagerung absetzen; sie bestehen hauptsächlich aus Kalium und sind geruch- und geschmacklos.

Autor: Klaus Egle

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