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Was tun bei Sodbrennen?

Sodbrennen entsteht, wenn unsere Magensäure überkocht. Normalerweise sind ihre Aufgaben, Speisen zu verdauen sowie Krankheitskeime aus der Nahrung unschädlich zu machen. Doch sie kann uns das Dasein auch ziemlich schwer gestalten, vor allem wenn unser Leben im Eiltempo verläuft.

Wer Sodbrennen hat, ist nicht alleine. Die Hälfte aller Österreicher leidet aufgrund falscher Ernährung gelegentlich an Sodbrennen.

Das zentrale Augenmerk beim Thema Sodbrennen muss auf die Magensäure gelegt werden. Sie ist so stark, dass sie das eigene Körpergewebe verdauen könnte, wäre die Magenwand nicht mit einer speziellen Schutzschicht ausgekleidet.

Die Produktion der Magensäure erfolgt hauptsächlich nachts, deshalb leiden auch besonders viele Menschen nachts an Sodbrennen - vor allem nach späten, üppigen Mahlzeiten. Je nach Bedarf wird tagsüber, die in der Nacht produzierte Magensäure aus den Speichern in den Magen abgegeben – wie viel Säure abgegeben wird, hängt von mehreren Faktoren ab.

Zu reichhaltiges Essen oder auch Stress fördern die Produktion von Magensäure.

Krankheitsbild
Sodbrennen tritt meist erst ein paar Stunden nach dem Essen auf. Das komplexe Verdauungssystem müsste normalerweise einwandfrei funktionieren, manchmal tragen jedoch Nahrungsmittel, Genussmittel, aber auch Krankheiten und Medikamente zu Störungen bei.

Unter anderem machen sich brennende Schmerzen in der Brust schnell bemerkbar. Grund dafür ist der nicht gut funktionierende Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, hier fließt nämlich saurer Speisebrei aus dem Magen in die Speiseröhre zurück und reizt dort die Schleimhaut.

Man muss sich keine Sorgen machen, wenn Sodbrennen gelegentlich auftritt. Tritt es jedoch öfter bzw. alle paar Tage auf, wird Schleimhaut auf Dauer verätzt. Eine Folge kann unter anderem eine Speiseröhrenentzündung sein oder Schlimmeres. Daher sollten diese Schmerzen, wenn sie öfters auftreten, nicht ignoriert werden, sondern ein Arzt aufgesucht werden.

Die Schuldigen
Die Ursachen von Sodbrennen sind vielfältig. Unter anderem können Kaffee, Alkohol, Nikotin, üppige und fette Mahlzeiten, stark gewürzte und gebratene Speisen, Zitrusfrüchte und Schokolade dazu gezählt werden sowie falsche Essgewohnheiten im Allgemeinen.

Seelische Faktoren wie Stress spielen eine ebenso große Rolle.

Sogar manche Medikamente können Sodbrennen verursachen, in dem sie als Nebenwirkung den Schließmuskel zur Speiseröhre erschlaffen lassen.

Hausmittel
Bei gelegentlich auftretendem Sodbrennen ist kein Arzt nötig, hierbei können einfache Hausmittel oder homöopathische Medikamente schnell Abhilfe schaffen.

Im Akutfall empfehlen Großmütter folgende Maßnahmen: Ein Glas warme Milch trinken und dazu eine Mandel kauen, oder ein Toastbrot oder eine Banane essen.

Weitere Hausmittel sind: Kartoffeln, Haselnüsse, Apfelessig, Leinsamen, Weißkraut, Schafsgarbe, Pfefferminze, Kiesel- oder Heilerde aus der Apotheke.

Auch verschiedene Kräutertees aus Melisse und Kamille oder Breimischungen mit Haferflocken tun bei Sodbrennen gut.

Doch um überhaupt das Entstehen von Sodbrennen zu verhindern, bedarf es einiger, klarer Regeln: Vermeiden Sie fette und üppige Mahlzeiten, Stress, Aufregung, Kaffee und Nikotin und achten Sie auf Ihr Körpergewicht.

Die Masse des Körpers kann auf den Magen drücken, so dass Sodbrennen zum Dauerzustand werden kann!

Vermeiden sollte man enge Kleidung oder einschneidende Gürtel. Weiters gilt: nach 18 Uhr nichts mehr essen und zu jeder Mahlzeit ausreichend Flüssigkeiten zu sich nehmen!

Mit diesen Präventionsmaßnahmen hat Sodbrennen keine Chance.

Autor: Anita Arneitz

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