(Raphanus Sativus)

Rettich

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Worauf muss ich beim Kochen achten?
Der Rettich ist ein sehr pflegeleichtes Gemüse. Bei rotem und weißem Rettich reicht es, ihn vorher gut zu waschen und schon ist er esstauglich. Der schwarze Winterrettich sollte allerdings vor dem Verzehr geschält werden. Gehobelt, geraspelt oder gewürfelt, auf einem Brot oder im Salat: der Rettich ist ein dankbarer Geschmacksakzent. Besonders gerne wird er auch als Dekoration verwendet. Ein Tipp: Mit einem speziellen "Radi-Messer" lassen sich aus dem Radi auch im Handumdrehen Spiralen zaubern und als Dekoration hübsch am Teller drapieren.

Eine kleine Kulturgeschichte des Rettichs
Vermutlich ist der Rettich schon in der Jungsteinzeit sprichwörtlich in aller Munde gewesen. Ein Hinweis darauf ist, dass er bereits schon so lange von Kochtopf zu Kochtopf gewandert ist, dass eine Ur-Wildform gar nicht mehr ausfindig zu machen ist. Die meisten Rezepte und Nachweise stammen jedoch aus China und dem Nahen Osten. Auch im alten Ägypten ist der „Radi“ ein prominenter Speisegast gewesen. Einerseits diente der Rettich damals zur Ölproduktion, weil bereits bekannt war, dass unter seiner Schale wertvolles Öl enthalten ist. Man erzählt sich aber auch, dass bereits 2 700 v. Chr. der Rettich mit seinen zahlreichen Vitaminen zur Stärkung für die ägyptischen Sklaven diente, die am Bau der Pyramiden beteiligt waren. Somit ist der Rettich auch ein Stück Geschichte im Gemüsefach, weil ihm zumindest ein kleiner Verdienst an den sieben Weltwundern zukommt.

Biologisches
Den Rettich gibt es in vielerlei Form und Gestalt: oval, walzenförmig, rund und lang, rot und weiß und nicht zu vergessen den schwarzen Winterrettich. Auch das Radieschen darf sich zu einem nahen Verwandten zählen. Unterschiede gibt es da natürlich auch im Geschmack. Während der etwas größere weiße Rettich eher mild schmeckt, sollten feurigere Gaumen zum schwarzen Winterrettich greifen.
Raphanus Sativus verrät dem Lateiner nicht nur um welches Gemüse es sich hier handelt, sondern auch, dass der Rettich zumindest in Bezug auf seine Haltung, eine bedürfnislose Pflanze ist. Aus dem Altgriechischen abgeleitet bedeutet raphanos nämlich „das leicht Wachsende“, weshalb er auch auf kargen Boden Wurzeln schlägt.

Für Körper und Gesundheit
„Wenn jemand eine Anregung zum Denken braucht, wenn die Gedanken in Erregung, in Bewegung gebracht werden sollen, dann tut es ihm gut, wenn er Rettich zu den Speisen hinzunimmt“. Der berühmte Anthroposoph Rudolf Steiner lobt hier nur einen Aspekt des würzig scharfen Rettichs. Jener verdankt seine Schärfe übrigens dem ätherischen Öl, das sich unter seiner Schale befindet. Der Bierrettich ist aber auch ein ausgezeichneter Vitaminlieferant und deckt den ganzen Tages-Bedarf an Vitamin C eines Erwachsenen. Der Rettich wird auch gerne zur schleimlösenden Wirkung bei Husten, Heiserkeit und Atemwegserkrankungen zur Rate gezogen und hat eine gallenstärkende Wirkung.

Autor: Helene Wagner

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