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Bella Sardegna - Mangiare, Mangiare - Molto Amore!

Nina Dusek

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CIAO ragazzi!

Letzten Sommer hat es mich auf die wunderschöne Insel Sardinien verschlagen, bekannt für seine weißen, weitläufigen Strände und glasklares, türkisblaues Meer, dank dessen man sich fast ein bisschen wie in der Karibik fühlt!

Keine Frage: In einer solchen Umgebung lässt es sich traumhaft urlauben… UND hervorragend essen - die sardische Küche musste ich daher unbedingt ausprobieren!

„Agriturismo“ heißt das Konzept (das übrigens nicht nur auf Sardinien betrieben wird!), das sich – wenig überraschend - regem Interesse erfreut. Man könnte es vergleichen mit Urlaub auf dem Bauernhof / Es ist ein bisschen wie Urlaub auf dem Bauernhof, mit dem Unterschied, dass man auch nur zum Essen kommen kann, ohne auf dem Familienbetrieb zu wohnen.

Gegen Voranmeldung bekommt man ein 4-gängiges, typisch sardisches Menü kredenzt - richtig gesagt eigentlich ein "Menú Tipica Gallurese". Gekocht wird von der Familie selbst, alles kommt vom eigenen Hof und ist so frisch, wie man es sonst nur selten erlebt. Gekocht wird auch nur für so viele Leute, wie reserviert haben, jeder bekommt dasselbe Menü und die Küche variiert – selbtverständlich – je nach Saison. Dennoch darf man sogar in diesem traditionellen Betrieb durchaus - wie sie heutzutage nun einmal geläufig sind - Unverträglichkeiten äußern, ohne böse Blicke zu ernten! Mit Wohlwollen wird einem da statt durchaus reichhaltiger Käse-Obers Sauce mit frisch gemachten Ravioli als verträgliche Alternative frisch gemachtes Sugo al Pomodoro mit den Ravioli aufgetischt. 

Mit typischen Antipasti – „antipasti di terra con i Salumi, i Sottoli ed i Sottaceti della nostra terra“ - mit Schinken, Käse, hausgemachter Salami sowie eingelegten Melanzani, Zucchini, Paprika und Brot ist man schon zu Beginn auf Wolke 7 der italofilen Genüsse!

Weiter geht's mit den „ERSTEN GÄNGEN“ (ja, richtig gelesen ;)), den Pastagerichten: In diesem Fall „Bruglioni“ oder „Pulilgioni“ (Ravioli), „Ciusoni“ (Gnocchetti Sardi) und die „Zuppa Gallurese“.
Jedes einzelne mit viel Käse, Mascarpone & Co. – weswegen man sich da doch fragt, ob und weshalb ein solches Gericht den Titel "erster Gang" überhaupt verdient hat…
Bereits nach der ersten Runde ist man mehr als satt! Die Tatsache, dass man zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal den Hauptgang vertilgt hat, lässt einen, zugegebenermaßen, etwas Angst und Bange werden…
Zwar sind die Portionen – zum Glück! – immer so abgestimmt, dass man sich mit dem Genießen der einzelnen Gänge nicht allzu sehr übernimmt – dennoch sind diese Mengen (für mich?) etwas gewöhnungsbedürftig…
…Wenn man bedenkt, wie schlank die Menschen dort sind...Aber am Land gibt's ja auch viel zu tun. ;)

So, nun zum Secondo - dem Hauptgang!
Ein wunderbares „Pulceddu Arrustu“ bzw. „Porcetto Arrosto“ - also ein Spanferkel; mit Kartoffeln oder auch Gemüse als Beilage. Selbst verständlich stammte auch das Schweinderl vom Hof und wurde hier selbst geschlachtet.
Und eines ist sicher: Es ist bestimmt liebevoll und in schöner Umgebung aufgewachsen!

Zum Schluss wartet das Dessert - eine „Torta di Mascarpone“. Ich denke, der Name spricht für sich und sagt bereits alles ;) ...
Soweit, so gut – aber da war es dann wirklich vorbei! Ein Gefühl zwischen Begeisterung, herrlicher Zufriedenheit und "Oh Gott, ich bin so voll!" stellt sich ein, man weiß beim besten Willen nicht mehr, wie man sitzen soll.
Aber ja… wann & wo sonst bekommt man schon solch ein Gaumenspiel, gepaart mit wunderschöner Umgebung und familiärer Gastfreundschaft, geboten! 

Begleitend zum Menü gab es die Wahl zwischen rotem und weißem Hauswein - ebenfalls wirklich gut und süffig ;) - und dazu eine Flasche Mineralwasser.
Und der Verdauungsschnaps, der köstliche „Mirto“ (Myrthenlikör), den es überall auf der Insel gibt, ließ dann Gott sei Dank auch nicht allzu lange auf sich warten!

Alles in allem werde ich dieses – wohlgemerkt nicht nur kulinarische! – Erlebnis bestimmt niemals vergessen. Die Gastfreundschaft und allein der Ort an sich hatten mich bereits beim Eintreffen!

Um Italien auf diese Weise kennenzulernen gibt es erfreulicherweise etliche Möglichkeiten – und die sollte man auf jeden Fall nutzen!

Wer sich demnächst in die Gegend verirrt, kann sich bereits hier ein Bild vom Agriturismo Lu Stabbiaciu machen. Molto Amore! 

Arrivederci!

 

Kommentare 1

  1. ritag
    ritag kommentierte am 01.12.2018 um 21:30 Uhr

    Mangiare, Mangiare :-) :-)

    Antworten
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