Warum Kinder Spinat nicht mögen

Wie gesund ist Spinat wirklich?

Obwohl uns Popeye schon im zarten Kindesalter von der unbändigen Power des Spinats zu überzeugen versucht, bleibt dem Spinat doch der Ruf erhalten, ein - vor allem bei Kindern - ganz und gar unbeliebtes Gemüse zu sein.

Nun, wir alle wissen, dass uns unsere Kindheit stark prägen kann. Kleine Kinder schmecken auf Grund Ihrer viel größeren Anzahl an Geschmacksknospen sehr viel intensiver, vor allem die bitteren Geschmackseindrücke nehmen sie sehr viel stärker wahr.

Im Laufe der Zeit verlieren wir aber diese große Überzahl an Gerschmacksknospen und könnten alsdann den Spinat eigentlich in vollen Zügen genießen: denn er ist nicht nur voll mit wertvollen Vitaminen (B, C, E, K) und Mineralstoffen (Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium u,a,), sondern auch noch kalorienarm und ein perfektes Anti-Aging-Mittel (Carotinoide)!

Der Eisengehalt von Spinat ist nicht so hoch wie früher angenommen. Eisen kann aus gekochtem Spinat schlecht aufgenommen werden. Die Eisenverwertung aus rohem Spinat wird vom noch enthaltenen Vitamin C gefördert und ist daher besser.
Die Kalziumaufnahme wird durch einen relativ hohen Oxalsäure-Gehalt gehemmt. Spinat sollte daher am besten mit Milchprodukten kombiniert werden. Säuglinge und Personen mit Neigung zu Nierensteinbildung sollten Spinat meiden.

Spinat speichert Nitrate aus Düngemitteln. Der Nitratgehalt kann durch das Entfernen von Stiel und Blattrippen etwas gesenkt werden. Beim Blanchieren werden 40 bis 70 Prozent des Nitrats ausgewaschen. Gleichzeitig gehen aber auch wertvolle Inhaltsstoffe ins Kochwasser über.

Gichtkranke sollten Spinat wegen des relativ hohen Puringehaltes nur selten konsumieren.

Spinat fördert die Blutbildung und die Sekretion der Bauchspeicheldrüse, der Magenschleimhaut und der Galle.
Spinat sollte aufgrund des hohen Nitratgehaltes nach dem Zubereiten bald gegessen werden. Bei langem Warmhalten oder oftmaligem Wiedererwärmen kann Nitrat durch Bakterien zu gesundheitsschädlichem Nitrit umgewandelt werden. Dieses kann sich mit Eiweiß zu krebserregenden Nitrosaminen verbinden. Um diese Reaktion zu verhindern, sollten gleichzeitig Vitamin C-haltige Lebensmittel konsumiert werden.

Nitrosamine können bei Säuglingen zu einer lebensgefährlichen Blutarmut führen. Kindern unter einem Jahr sollte kein Spinat gefüttert werden. Für Kleinkinder und Kinder muss Spinat immer frisch zubereitet werden. Für den erwachsenen Organismus sind geringe Mengen an Nitrat und Nitrosaminen unbedenklich. Sie können abgebaut werden.

Spinat sollte wegen der zum Teil ungünstigen Inhaltsstoffe nur einmal pro Woche gegessen werden.









Autor: ichkoche.at-Redaktion

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Kommentare8

Wie gesund ist Spinat wirklich?

  1. Andy500
    Andy500 kommentierte am 08.06.2015 um 00:43 Uhr

    Spinat schmeckt...

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  2. Biofreak
    Biofreak kommentierte am 24.02.2015 um 21:37 Uhr

    Statt Spinat kann man sehr gut junge Brennesselspitzen und Giersch nehmen, die schmecken noch besser und haben keine Oxalsäure, Brennesseln haben eigentlich nur Positives aufzuweisen,viele Mineralstoffe , weit mehr als Gartenspinat, - mit Rahm verfeinert - hmmmm - sie wachsen ausserdem von selbst - bis auf die brennenden Härchen haben sie keine Nachteile - gute ,lange Gummi-Handschuhe schützen sicher dagegen, beim Kochen verschwinden sie..Wenn Spinat im Freien wachsen kann mit gutem gereiftem Kompost gedüngt- nicht unter Folie, speichert er kein Nitrat.

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  3. wienermaus
    wienermaus kommentierte am 19.01.2015 um 10:34 Uhr

    ich esse so gerne den Blattspinat kann man auch gut mit anderen Speisen kombinieren,Danke für den guten Artikel!!

    Antworten
  4. paella
    paella kommentierte am 20.10.2014 um 08:56 Uhr

    Spinat schmeckt immer gut

    Antworten
  5. omami
    omami kommentierte am 19.10.2014 um 17:07 Uhr

    Nun weiß ich auch, warum es nichts Neues von Popeye zu berichten gibt, er fährt von einer Kur zur anderen

    Antworten
  6. Alle Kommentare
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