(Nastutium officinale, Lepidium sativum, Tropaeolum majus)

Kresse

Worauf muss ich beim Kochen achten?
Das Um und Auf beim Kochen mit der sensiblen Kresse ist sie so schonend wie möglich zu behandeln. Erst knapp bevor man sie zubereiten möchte, sollte man die Kresse flink pflücken, kurz von Erdresten säubern, die Wurzel entfernen und dann je nach belieben zubereiten. Wird die Kresse zu gründlich gewaschen wird sie leicht matschig. Lässt man sie jedoch zu lange auf dem Küchenbrett auf ihre endgültige Bestimmung warten, wird sie schnell zu einem trockenen Gesellen.
Besonders hübsch und praktisch ist eine kleine Kressekultur am eigenen Küchenfensterbrett. Nach nur wenigen Tagen Keimen die Kressesamen, die man zuvor in eine kleine Schale mit ein wenig Wasser gegeben hat. Frisch geerntete verleiht die Kresse so manchen Gericht Finesse.

Eine kleine Kulturgeschichte der Kresse
Scharf und pfeffrig war die feinblättrige Kresse schon bei den alten Griechen und Römern eine gerngesehene würzige Zutat am Küchenrost. Wegen ihres herben Geschmackes wurde sie zur Zeit der legendären Imperatoren als "Nasturtium" bezeichnet. Abgeleitet von der Bezeichnung "nausu tortus" bedeutet dieser spöttische Spitzname nichts anderes als "das leidvolle Rümpfen der Nase" nach übermäßigem Kressegenuss. Die zwei bekanntesten Kressesorten sind die Brunnenkresse und die Kapuzinerkresse. Schon der Name der aus Peru stammenden Kapuzinerkresse deutet darauf hin, dass sie vermutlich in dem ein oder anderen klösterlichen Kräutergärtlein gerne kultiviert wurde. Wahrscheinlich stammt ihr Name jedoch davon ab, dass die Blüten der Kapuzinerkresse Ähnlichkeit mit den Kapuzen des Bettlerordens haben. Der Name des Ordens leitet sich nämlich aus dem Italienischen von cappuccio ab, was so viel wie Mantelhaube bedeutet.

Biologisches
Die Kresse gehört zum Blattgemüse und ist eine Wasserpflanze, aus der bis zu 50cm hohe Pflanzen wachsen können. Sie ist dafür bekannt, dass sie äußerst schnell keimt und bereits nach wenigen Tagen geerntet werden kann. Am liebsten schlägt sie ihre Wurzeln in kalten fließenden Gewässern, weshalb sie in früheren Zeiten meist nur im geringeren Ausmaß angebaut wurde. Die zwei gängigsten Sorten sind die so genannte Garten- oder Brunnenkresse (Lepidium sativum und Nasturtium officinale) und die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus). Aus botanischer Sicht gehören sie zwei getrennten Familien an. Während Garten- und Brunnenkresse nämlich zu den Kreuzblütlergwächsen zählen gehört die Kapuzinerkresse schlichtweg den Kapuzinerkressegewächsen an.

Für Körper und Gesundheit
Auch wenn die zarten Blättchen anfangs nicht so scheinen, entpuppen sie sich doch als wahre Vitaminbomben. Sie enthalten viel Vitamin C, Vitamin A, Kalium und Eisen und haben durch ihre scharfe Note eine äußerst appetitanregende Wirkung. Sie beleben den Kreislauf, reinigen den Darm und gleichen den Mineralstoffhaushalt aus.

Autor: Helene Wagner

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Kommentare1

Kresse

  1. KarinD
    KarinD kommentierte am 18.05.2015 um 17:40 Uhr

    Sehr guter Artikel.

    Antworten
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