Blumen einmal anders

Genießen Sie das Essen "durch die Blume"

Wir erfreuen uns an bunten Blumen im Garten, auf der Wiese in freier Natur oder daheim in der Vase. Wir schauen sie an und riechen sie. Doch viele Blumen kann man auch essen. Und wenn im Restaurant auf Ihrem Teller eine Blüte liegt, so ist das nicht nur eine Zierde. Man kann sie auch verzehren.

Sie haben einen außergewöhnlichen, zarten Geschmack.

Allerdings muss man wissen: Blumen, die man isst, dürfen nicht vom Wegesrand stammen. Da sind sie mit Schadstoffen belastet. Sie dürfen auch nicht aus dem Blumenladen kommen. Da sind sie meist mit Spritzmitteln behandelt. Zum Verzehr sind nur jene Blüten geeignet, die man bei einem ausgewiesenen Bio-Gärtner kaufen kann.

Es gibt aber auch Firmen, die spezielle Blüten für Gourmetzwecke anbieten. Ein Beispiel im Internet unter www.essbare-landschaften.de
Man muss auf Fachleute vertrauen, denn es gibt ja auch Blumen, die giftig sind.

Aber völlig unbedenklich und essbar sind folgende Blumen: die Blüten der Kapuzinerkresse und des Kürbis, Begonien, Chrysanthemen, Blüten vom Wiesenklee, Gänseblümchen, Gladiolen, Geranien, Jasmin-Blüten, Lavendel-Blüten, Ringelblumen, Rosen, Orangenblüten und Veilchen. Wenn Sie diese Blumen und Blüten aus Ihrem Garten nehmen, dann müssen diese rein biologisch sein, dürfen nicht mit Pflanzenschutzmittel behandelt werden.

All diese Blüten schmecken köstlich und sind wunderschön anzusehen, wenn Sie damit knackige grüne Salate garnieren oder belegte Brötchen schmücken. Auch kurz vor dem Servieren auf eine Suppe gestreut, machen sich Blüten wunderbar.

Gänseblümchen im Salat liefern reichlich Vitamin C. Die Blüten der Kapuzinerkresse versorgen uns mit Magnesium und geben Salaten und Suppen eine leichte Schärfe. Veilchen passen besser auf eine Dessertcreme oder auf ein Stück Kuchen. Rosenblüten passen auf Frischkäse-Brötchen und auf Eis. Sie liefern Duftstoffe, die sich positiv auf die Hormone der Frau auswirken.

Verwenden Sie immer nur die Blüten, keine Stiele und keine Blätter. Verwenden Sie keine welken Blüten und waschen Sie sie vor dem Essen sanft in Wasser. Pollenallergiker und Asthma-Patienten sollten allerdings auf Blüten auf dem Teller verzichten.

Und hier ein ganz besonderes „Blumenrezept“:
Das Löwenzahn-Dessert!
Zutaten: ¼ kg Löwenzahnblüten, 1 Stamm Gundelrebe mit Blüten, 1 Zitrone, 400 ml Wasser, 80 Gramm Honig, 2 Bananen, 3 Kiwis, 1 Päckchen Tortengelee.
Zubereitung: Die Blütenblätter abzupfen, mit Wasser zum Kochen bringen und über Nacht stehen lassen. Den Saft abseihen und auf ¼ Liter einkochen. Die Gundelrebe in den heißen Saft geben und auskühlen lassen. Die Gundelrebe wieder entfernen, das Tortengelee in den Saft einrühren, aufkochen, mit Honig süßen und kühl stellen. Bananen- und Kiwischeiben abwechselnd in Cocktailscheiben anrichten. Löwenzahngelee über das Obst gießen und mit Schlagobers servieren!


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Autor: Hademar Bankhofer / Dr. Michaela Knirsch-Wagner

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