Die Königin der Gewürze

Vanille

Die Herkunft von Vanille war Südostmexico und Guatemala. Heute sind Madagaskar und Reunion (früher Bourbon genannt) noch vor Mexico die Hauptproduzenten; auch die indonesischen Anbaugebiete sind von steigender Bedeutung.

Mit kräftigem Stängel wächst diese Orchidee hoch in den Baumkronen, wo sie sich mit Haftwurzeln festhält.
Erst nach 7 Monaten der Blüte sind die Schoten erntereif. Die Blüten werden in der Regel künstlich bestäubt. Nach der Ernte werden die Schoten blanchiert und in Wolle gepolsterten Tonnen einem Fermentationsprozess unterzogen. Dabei entstehen die typische Farbe und das Aroma. Dieser aufwendige Trocknungsprozess erklärt den hohen Preis der Vanilleschoten.

Im Inneren der Vanilleschote, auch Mark genannt, findet man zahlreiche winzige schwarze Samen, die in dunkles hocharomatisches Öl eingebettet sind. Gute Qualitäten sind dunkelbraun, schmal, elastisch, etwas runzelig und wächsern. Sie sind oftmals von Vanillinkristallen umgeben.

Zweitklassige Schoten sind hingegen hellbraun oder rotbraun gefärbt, hart, trocken und haben kein Aroma. Sie werden manchmal durch einen künstlichen Vanilleüberzug künstlich aufgewertet.

Die Vanille ist in unserer Küche nicht mehr wegzudenken und das nicht nur beim Backen. Vanille passt auch gut zu Schokolade und ist wichtigster Bestandteil der beiden Liköre Creme de Cacao und Galliano.

Vanille wirkt anregend und fiebersenkend. Es wird ihr nachgesagt, eine aphrodisische Wirkung zu haben. Auch für die Parfümherstellung gelangen Vanilleschoten häufig zum Einsatz.

Tipp: Geben Sie eine Vanilleschote in ein Schraubglas mit Zucker und lassen Sie das Glas drei bis vier Wochen stehen bis der Zucker das Aroma aufgenommen hat - Sie erhalten einen wunderbar aromatischen Vanillezucker.

Autor: Michaela Kotanyi

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4 Kommentare „Vanille“

  1. ixi
    ixi — 29.1.2023 um 23:12 Uhr

    Ich stecke die ausgeschabte Vanilleschote in ein Glas mit Staubzucker. Der Zucker nimmt den Geschmack gut an

  2. Bachl
    Bachl — 23.11.2022 um 14:44 Uhr

    Auch ich mache schon lange meinen Vanilezucker selbst. Auch wenn sie für einen anderen Zweck bereits ausgeschabt ist, hat sie immer noch genügend Aroma. Im Hochleistungsmixglas mit Zucker vermahlen gibt es ein exquisites Aroma ab

  3. Tankwart
    Tankwart — 23.11.2022 um 11:53 Uhr

    Ich gebe die Vanilleschote in den Mixer und mische sie dann mit dem Zucker. Wenn man den Zucker mit in den Mixer gibt, hat man tollen Vanille-Puderzucker!

  4. Grilli
    Grilli — 24.12.2015 um 14:32 Uhr

    Ich mache schon länger meinen Vanillezucker selbst, da weiß ich dass nichts künstliches drinnen ist, meine Enkelsöhne sind davon sehr begeistert und machen sich Vanillemilch.

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