(Rubus fructicosus)

Brombeere

Worauf muss ich beim Kochen mit Brombeeren achten? Dringend zu beachten ist die kurze Lagerungszeit der Brombeere. Selbst im Kühlschrank hält sie maximal zwei Tage. Vorher sollte man jedoch stets schon verfaulte oder schimmlige Beeren aussortieren und die übrig gebliebenen nebeneinander auf einen Teller legen und mit Frischhaltefolie abdecken.

Sollten Sie einmal ein Päckchen unreifer Brombeeren erwischt haben - kein Problem. Diese eignen sich nämlich besonders gut für Marmelade, während ein bisschen überfällige noch immer als Brombeersauce zu Ehren gelangen können. Besonders fein schmeckt die Sauce, wenn Sie sie mit ein wenig Balsamicoessig verfeinern.

Biologisches
Die Brombeeren, so wie wir sie heute kennen, sind nicht mehr jene stark bedornten Wildformen,  sondern domestizierte ca. 1,5 m großen Sträucher,  die von Mitte Mai bis August Blüten tragen. Ab Juli bis zum ersten Frost kann man sich fleißig ans Früchte ernten machen. Dabei besteht jede einzelne Beere aus winzigen zusammenhängen Steinfrüchten, woraus der biologische Fachbegriff „Sammelfrucht“ ersichtlich wird. Unterschieden wird auch zwischen rankenden und aufrecht wachsenden Sorten. Die Beeren, die man im Alltag zu kaufen bekommt, sind jedoch nicht, wie der Romantiker zu glauben mag, von Hand aus dem Wald verlesen, sondern werden als „Gartenbrombeere“ oder „Kulturbrombeere“ bezeichnet und sind meist aus kommerziell geführten Beerenplantagen.

Für Körper und Gesundheit
Bereits die antike Medizin wusste, dass die Brombeere mehr als nur einen süßlich herben Geschmack zu bieten hat. Neben einem soliden Vitamin C-Lieferanten ist die Brombeere Königin der Beerenfrüchte, wenn es um Provitamin-A geht. Hilfeleistung bietet sie Dank ihrer vielen Mineralstoffe (vor allem Kalium) auch für jene, die häufig an Zahnschmerzen oder Mund- und Rachentzündungen leiden.

Eine kleine Kulturgeschichte der Brombeere
Die Geschichte der Brombeere ist fast so alt, wie jene der Welt und sie beginnt in den Wäldern der nördlichen Hemisphäre. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. soll schon der Urahn der Ärztezunft, Hippokrates, um ihre heilende Wirkung Bescheid gewusst haben. Die Wurzeln der Brombeere lassen sich jedoch noch ein Stück weiter zurückverfolgen. Das Katharinenkloster am Fuße des Bergs Sinai hegt und pflegt seit jeher in seinem Klostergärtchen einen Brombeerbusch. Die Legende besagt nämlich, dass einst Mose exakt  jenem Exemplar von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand.  Ob das Katharinenkloster hierbei Recht behält, ist umstritten. Bibelforscher meinen nämlich, fast schon im Sinne einer babelschen Namensverwirrung, dass Brombeere, Distel, Dornengestrüpp und Heckenrose in der Bibel häufig synonym verwendet werden. Biologisch scheint das gar nicht so abwegig, denn immerhin ist bekannt, dass die Brombeere zur Familie der Rosengewächse gehört.

Viele tolle Rezepte mit Brombeeren und allerlei Tipps & Tricks finden Sie in unserer Brombeer-Themenwelt

Hier geht's zu einem kurzen Video über die Brombeere

 

Autor: Helene Wagner

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Kommentare10

Brombeere

  1. MariaBrigitte
    MariaBrigitte kommentierte am 30.08.2017 um 13:32 Uhr

    Wenn nicht soviel Brombeeren sind nehme ich auch Himbeeren dazu und mache daraus Mamelade die auch sehr lecker in den Kekserl zu Weihnachten schmeckt

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  2. SandRad
    SandRad kommentierte am 21.07.2016 um 10:39 Uhr

    Ich esse Brombeeren auch sehr gerne und freue mich immer wenn die Saison kommt. Nur bei uns im Garten mögen sie nicht so recht :/

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    • inni19
      inni19 kommentierte am 17.08.2017 um 22:44 Uhr

      Sie brauchen viel Wasser - heuer hat meine Mutter täglich 40 Liter Regenwasser zum Gießen verwendet und wir ernten jeden 2. Tag etwa 1 Kilo - super lecker und richtig groß

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    • SandRad
      SandRad kommentierte am 18.08.2017 um 09:06 Uhr

      Vielen lieben Dank für den Tip - für mich war´s bei den Brombeeren immer nach dem Motto - eigentlich eine Waldrandplanze - somit braucht´s nicht viel Wasser :D

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  3. heuge
    heuge kommentierte am 13.08.2015 um 17:18 Uhr

    Wir auch

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  4. Alle Kommentare
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