Vom Mastfutter zum Superfood

Gerstengras

Gerstengras wird eine ganz besonders positive Wirkung auf den Körper nachgesagt, es zählt zu den Superfoods. Was dahinter steckt, wo man Gerstengras bekommt und wie man es verwendet, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Gerstengras genau?
Bei Gerstengras handelt es sich um die junge Gerstenpflanze. Das Gras wurde ursprünglich (und wird immer noch) als Mastfutter für Tiere verwendet. Da es viele zahrleiche wichtige Nährstoffe enthält, wird es mittlerweile auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Warum zählt Gerstengras zu den Superfoods?
Gerstengras wird eine äußerst positive Wirkung auf den menschlichen Körper nachgesagt. Zudem kann es vom Körper leicht aufgenommen werden. Es enthält eine hohe Dichte an wertvollen Inhaltsstoffen, wie beispielsweise Vitamin A, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D2, Vitamin E, Vitamin K sowie Folsäure. Außerdem besticht Gerstengras durch einen hohen Gehalt an Kalium, Zink, Natrium, Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalzium. Des Weiteren ist Gerstengras reich an Ballaststoffen, Bitterstoffen, Enzymen und Aminosäuren.

Aufgrund dieser Nährstoffe soll Gerstengras den Blutdruck im Zaum halten, gegen Allergien und Hautproblemen helfen, Haarausfall und Schuppen bekämpfen, entschlacken sowie den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Auch eine entspannende und stimmungsaufhellende Wirkung wird dem Gras nachgesagt. Ebenso soll damit eine Verbesserung der Darmflora, des Cholesterinspiegels und des Blutzuckerspiegels erreicht werden können. Große wissenschaftliche Studien darüber existieren allerdings noch nicht.

100 g Gerstengraspulver (von jomu®) enthalten nur 2 g Fett, dafür aber 45 g Kohlenhydrate und 28 g Eiweiß (pflanzliche Proteine). Das macht 370 kcal pro 100 g. Allerdings werden auch nur sehr kleine Mengen auf einmal verzehrt. Gerstengras ist zudem glutenfrei und vegan.

Wie wird Gerstengras verwendet?
Grundsätzlich kann jeder selbst Gerstengras anbauen. Dafür müssen einfach Gerstensamen oder -saatkörner gekauft und nach Anleitung eingepflanzt werden. Das Gras sollte bei einer Höhe von ca. 10-15 cm geerntet werden, da es zu diesem Zeitpunkt die meisten Nährstoffe enthält. Die Grashalme können nun direkt zu Salat und anderen Gerichten hinzugefügt werden. Man kann sie aber auch entsaften oder (mit etwas Wasser) pürieren und anschließen pur oder mit anderen Zutaten gemischt trinken.

Eine praktischere (und häufigere) Variante ist die Verwendung von Gerstengraspulver. Dafür werden die jungen Pflanzen (gefrier-)getrocknet und anschließend fein gemahlen. Das Pulver kann mit Wasser verrührt (auf 1 TL Pulver kommen 150-200 ml Wasser) und pur getrunken werden. Es kann aber auch in Smoothies, Säfte, Tee oder Müsli eingerührt werden. Auch als Gewürz kann das Gerstengraspulver in der Küche eingesetzt werden. Dabei sollte man darauf achten, dass man es erst nach dem Kochen einrührt, damit alle guten Nährstoffe erhalten bleiben.

Gerstengras kann auch in Form von Kapseln oder Gerstengraspresslingen in Tablettenform erworben werden. Wie alle Nahrungsergänzungsmittel sollte Gerstengras eine ausgewogene Ernährung unterstützen, nicht aber ersetzen.

Gerstengras im Test
Die ichkoche.at-Redaktion hat Gerstengras in Bioqualität vom deutschen Hersteller jomu® für Sie getestet. Zuerst haben wir das feine, leuchtend grüne Pulver in Wasser aufgelöst und pur gekostet. Und wir waren uns einig: Das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Das Gerstengrasgetränk schmeckt ein wenig nach Spinat - oder einfach nach Gras. Viel besser wird es, wenn man das Gerstengraspulver in Tee oder Smoothie einrührt. Das ergibt eine herrliche Farbe und schmeckt weit weniger intensiv.

Zum Würzen - vor allem für die Farbgebung - können wir uns das Pulver dezent eingesetzt durchaus vorstellen.

Die Gerstengraspresslinge in Tablettenform sind natürlich praktischer, können aber vom Körper nicht so einfach aufgenommen werden und man bekommt das Gefühl, ein Medikament einzunehmen. Für unterwegs ist das aber sicher praktisch.

Noch mehr Informationen über Superfoods finden Sie hier.

Autor: Iris Kienböck / ichkoche.at

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