(Melissa officinalis)

Zitronenmelisse

Worauf muss ich beim Kochen achten?
Nur eine Melisse, die feste Stengel und Blätter hat, ist wirklich frisch. Da sich Zitronenmelisse, wenn sie einmal gepflückt ist, nicht mehr allzu lange hält, sollte man sie am besten möglichst schnell verwenden. Zitronenmelisse sorgt als Zitronenersatz für eine frische, citrusartige Note in einem Gericht. Am besten zupfen Sie die Blätter kurz vor dem Servieren über das Gericht –langes Hacken oder Schneiden und Erhitzen der Zitronenmelisse verhindern nur, dass die Melisse einer Speise ihr volles Zitrusaroma verleihen kann. Zitronenmelisse ist aber auch getrocknet oder eingefroren eine Bereicherung für jeden Kräuterschrank.

Eine kleine Kulturgeschichte der Zitronenmelisse
Die meisten werden bei dem Wort Zitronenmelisse wohl eher an die gelbe Zitrusfrucht als an fleißige Bienen denken. Dabei kommt das Wort Melisse vom griechischen melissophyllon, was so viel wie Bienenblatt bedeutet, da Melissen bereits in der Antike als eine der besten Bienenweide galten. Ursprünglich aus dem Orient kommend, war Zitronenmelisse bereits bei Griechen und Römern als Würz- und Heilmittel sehr geschätzt. Von Benediktinern auch in unsere Breiten eingeführt, entwickelte sich das Kräutlein bald zu einem äußerst beliebten Heilkraut, nicht zuletzt, weil man ihm auch eine Wirkung gegen Hexen nachsagte – abergläubischen Sprüchen zufolge soll es aber auch gegen Liebeskummer geholfen haben. Anfang des 17. Jh.s erfanden dann findige Karmeliter den bis heute erhältlichen Melissengeist. Glücklicherweise liegt der Fokus der Verwendung von Zitronenmelisse heute aber keineswegs nur mehr auf pharmazeutischen Produkten: vom Würzmittel für Schweizer Käse bis hin zu Verfeinerung von Cocktails kann sie heute auf vielerlei Arten verwendet werden.

Biologisches
Mit Lavendel, Minze oder Basilikum verwandt, gehört die Melisse zur Familie der Lippenblütler. Das mehrjährige Kraut wird mitunter über 1 m hoch, wobei sich der Stengel besonders während der Blütezeit stark verzweigt. In der Zeit von Juni bis August tragen die Pflanzen zarte cremeweiße bis hellviolette Blüten. Die eiförmigen Melissenblätter sind 3-5 cm lang und weisen an den Rändern eine charakteristische Zahnung auf. Winzige Öldrüsen an der Ober- und Unterseite der sonst kahlen Blätter sorgen dafür, dass sie beim Zerreiben stark nach Zitrone riechen.

Für Körper und Gesundheit
Als altes Heilkraut hilft die Melisse bei zahlreichen Beschwerden. Egal, ob man sie isst oder nur an dem aus ihr gewonnen ätherische Öl riecht: Melissen schaffen den Spagat, einerseits zu beleben, andererseits auch die Nerven zu beruhigen und Körper und Geist zu entspannen. Da Melissen auch virushemmende Eigenschaften haben, eignen sie sich zudem zur Bekämpfung von Lippenherpes ganz hervorragend. Bei nervösen Magen- oder Darmbeschwerden, Schlaflosigkeit, Erkältungen und Kopfschmerzen werden ebenso gute Ergebnisse erzielt.

Autor: Helene Wagner

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Kommentare9

Zitronenmelisse

  1. Pico
    Pico kommentierte am 02.10.2015 um 21:34 Uhr

    Lecker

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  2. heuge
    heuge kommentierte am 08.07.2015 um 16:09 Uhr

    getrocknet schmeckts nicht besonders, eingefroren besser

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  3. sissibaer
    sissibaer kommentierte am 15.06.2014 um 08:55 Uhr

    Servus !Jedes Jahr wieder mache ich Melissensirup.Kalt angesetzt.Probiert den doch mal mit Sekt !Echt gut!Ciao

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  4. Goldioma
    Goldioma kommentierte am 21.05.2014 um 11:35 Uhr

    Ja, wo ist das Rezept für den Sirup?

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  5. Alle Kommentare
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