Wie ist Ihre Meinung?

Wie teuer darf ein guter Wein sein?

Eine Bordeaux Subskription oder der günstige Tropfen aus dem Supermarktregal?
Kann eine Flasche Wein 350,- Euro oder mehr wirklich wert sein?
Kann der Wein bei Hofer um 3,- Euro tatsächlich gut sein?
Ist es schick, teuren Wein zu trinken und sind wir alle nur Opfer guten Marketings?
Haben kleine, unbekannte Weingute oft großartige Tropfen, die einfach nur von der breiten Masse unentdeckt bleiben?

Kaum ein Weinthema wird unter Experten und Laien gleichermaßen kontrovers besprochen.
Nicht von der Hand zu weisen ist sicher: Qualität hat immer ihren Preis. Wie bei vielen anderen Dingen auch, setzt sich der Weinpreis aus mehreren Komponenten zusammen. Schöne Etiketten, edle Flaschen und architektonisch herausragende Weingüter mit spektakulären Verkostungsräumen schlagen sich natürlich auch auf den Weinpreis nieder. Das immer besser werdende Wein-Marketing vieler Winzer hat sicher dazu beigetragen, beim Konsumenten ein teilweises Verständnis für ein höheres Preisniveau zu etablieren.

Wein aus dem Supermarkt
Andererseits haben die Preise von – vor allem ausländischen – Weinen im Supermarkt viele Käufer verunsichert. Diese Weine wurden in vielen Blindverkostungen zum Teil hervorragend bewertet und manch einer fragt sich, warum er mehr Geld als nötig ausgeben soll.

Wein ist nicht gleich Wein
Preise von Großproduzenten mit denen kleiner Winzerbetriebe (und in Österreich sind eben im internationalen Vergleich die meisten klein) zu vergleichen ist vielleicht unfair. Auch kommt der Geschmack nicht überall nur aus der Traube – in Österreich ist das noch unterbunden. Die Auswahl in diesem billigen Wein-Preissegment kann auch nicht mit der der teureren Konkurrenten mithalten. In den vielgescholtenen Massenangebot-Ländern wie z. B: Chile, Australien oder Kalifornien gibt es aber genauso hervorragende und hochpreisige Weine wie in den traditionellen Weinbauländern in Europa. Dafür kommen auch aus Italien, Frankreich oder Spanien nicht nur Spitzenweine.

Fazit: Es gibt billige und teure, sehr gute und weniger gute Weine. Die Kombinationsmöglichkeiten von Preis und Qualität sind vielfältig. Wie viel man für den edlen Tropfen bezahlten möchte, ist – ja Gott sein Dank – jedem selbst überlassen.

Wie denken Sie über dieses Thema?

Autor: Maria Tuschek-Landauer

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