Weisskohl, Weisskabis I

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Die großen Köpfe heissen - jeweils nach Gegend - meist Weisskabis oder Weisskohl, aber genauso Kappes, Weisskraut, Kabis, oder ganz einfach Kraut.

Weisskohl ist unter verschiedenen Kulturformen bekannt. Man unterscheidet zwischen frühen und späten Sorten, solchen, die eher zum Lagern geeignet sind, und dem Einschneidekohl zur Herstellung von Sauerkraut: in irgendeiner geben ist Weisskohl das gesamte Jahr über erhältlich. Spitzkohl, zugespitzte Köpfe, nur im Frühjahr; Frühjahr-/Sommerkohl, runde, grüne Köpfe; Winterkohl, runde, weisse Köpfe, lagerfähig bis April.

Das Gemüse ist nicht nur billig und vielseitig verwendbar sondern ebenso, wenn es nicht zerkocht wird, ausgesprochen gesund. Weisskohl beinhaltet eine Masse Vitamin C, Vitamin B, große Anteile Kalzium, Eiklar, Kalium und Natrium. Da der Natriumgehalt beinahe doppelt so hoch ist wie bei anderen Kohlsorten, sollte man den Weisskohl bei der Vorbereitung nur sparsam mit Salz würzen. Und nicht zuletzt ist er reich an Ballaststoffen und arm an Kalorien.

Die einen meiden allerdings den Weisskohl wegen seines schlechten Rufs als Gefängnis- und Arme-Personen-Kost, die anderen wegen der Verdauung. Allen kann aber geholfen werden!

Er ist in der Tat nicht unbedingt leicht verdaulich, und deshalb sollten Personen mit empfindlichem Magen das Gemüse "entblähen": kurz in Salzwasser einkochen, das Wasser abschütten und erst dann mit der eigentlichen Vorbereitung beginnen. ein paar dem Kochwasser beigegebene Kamillenblüten sind ausserdem sehr wirksam.

Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass der Krautkopf fest und kompakt geformt ist. Die äusseren Blätter sollten keine Makel haben; denn sie enthalten mehr wichtige Inhaltsstoffe als die inneren Blätter.

Je nach Grösse wird der Krautkopf halbiert oder geviertelt, ein angeschnittener Kopf lässt sich, wenn die Schnittfläche abgedeckt ist, ein paar Zeit im Kühlschrank behalten. Später die Strunkteile entfernen und die Kohlteile kleinschneiden oder -hobeln.

Für Rouladen wird der Kohl nicht zerteilt, sondern es wird lediglich der Stiel mit einem langen, spitzen Küchenmesser kegelförmig herausgeschnitten.

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