So gelingt der Teig

Tipps & Tricks für perfekten Germteig

Viele Hobbybäcker scheuen sich vor der Zubereitung von Germteig. Dabei ist dieser Grundteig gar nicht so schwierig zu machen, wenn man einige Tipps berücksichtigt und ein wenig Geduld mitbringt. Die wichtigsten Informationen rund um Germteig haben wir in diesem Artikel zusammengetragen - so steht Ihrem Backvergnügen nichts mehr im Wege.

Süßer und pikanter Germteig
Germteig ist äußerst vielseitig einsetzbar. In der süßen Küche wird er das ganze Jahr über zu vielen Festen und auf etlichen Kaffeetafeln kredenzt. So werden aus Germteig etwa Striezel, Brioche, Buchteln, Krapfen, Zimtschnecken und - wie der Name schon sagt - Germknödel sowie Germgugelhupf gemacht. Aber auch für pikante Rezepte wird Germteig verwendet. Dazu gehören zum Beispiel Bagels, viele Brotsorten sowie Pizza.

Frische Germ oder Trockengerm?
Für Germteig kann entweder frische Germ oder Trockengerm verwendet werden. Welche davon besser geeignet ist, darüber scheiden sich mitunter die Geister. Fakt ist, Trockengerm ist praktischer, da man sie länger aufbewahren kann und sie somit immer bei der Hand hat. Super, wenn man spontan Lust auf Germteiggebäck bekommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dafür kein Dampfl (also einen Vorteig) ansetzen muss. So spart man Zeit. Trotzdem wird oft damit argumentiert, dass das Gebäck noch flaumiger wird und besser schmeckt, wenn es mit frischer Germ zubereitet wird. Im Grunde bleibt die Wahl aber jedem selbst überlassen. 1 Packung Trockengerm entspricht 1/2 Würfel Germ. 1 Würfel Germ hat 42 g.

So gelingt der perfekte Germteig

  • Germ darf niemals über 45 °C erhitzt werden. Als Daumenregel gilt: Wasser oder Milch sollte lauwarm sein. Man sollte mit dem Finger noch hineingreifen können, ohne sich zu verbrennen.
  • Auch zu viel Salz ist für die Germ nicht zuträglich. Dadurch wird sie nämlich dehydriert.
  • Wird frische Germ verwendet, wird zunächst ein Dampfl, also ein Vorteig, angesetzt. Das kann auf verschiedene Arten passieren: Variante 1 und Variante 2. Wie das genau funktioniert, können Sie auch in unserem Video ansehen.
  • Germteig muss aufgehen, damit er später flaumig wird. Damit das gelingt, braucht er Wärme (aber eben keine Hitze). Man sollte ihn also zugedeckt an einen warmen, zugfreien Ort stellen. Die meisten Germteige gehen drei Mal: Einmal als Dampfl, ein weiteres Mal mit allen Zutaten verknetet und zum Schluss nochmals, schon in die richtige Form gebracht, bevor sie ins Backrohr geschoben werden.
  • Ein guter Germteig muss ordentlich geknetet werden, damit er schön geschmeidig und glänzend wird. Zu Beginn können die Zutaten mit der Küchenmaschine vermischt werden. Nach dem Gehenlassen knetet man den Teig am besten mit der Hand weiter. Beim Kneten auf einen nicht zu kalten Untergrund achten.

Hilfreiches rund um Germteig auf einen Blick
Germteig Grundrezept
Hilfe, mein Germteig geht nicht auf! (Video)
Dampfl ansetzen (Video)
Ist die Germ noch gut? (Video)
Einfacher Germteig (Video)
Tipps unserer User

Germteig Rezepte zum Ausprobieren finden Sie hier.

Autor: Iris Kienböck / ichkoche.at

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