in der 5-Elemente Küche

Gewürze und Kräuter

Die 5 Elemente Küche legt großen Wert auf die energetische Ausgewogenheit einzelner Gerichte.

Die 5 Geschmäcker sauer, bitter, süß, scharf und salzig repräsentieren die 5 Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Diese sollen ausgewogen in der Küche vertreten sein.

Auch das Temperaturverhalten der Lebensmittel heiß, warm, neutral, erfrischend oder kalt muss beachtet und immer wieder ausgeglichen werden, soll unser Körper in Harmonie und damit gesund bleiben. Um dies zu erreichen spielen Gewürze und Kräuter häufig eine wesentliche Rolle.

Metall Element
Ein sehr großer Teil an Gewürzen und Kräutern entspricht dem Metall Element. Der Scharfe Geschmack leitet nach oben und außen, bewegt unser Qi und kann Stagnationen lösen. Diese Energie stellt uns u.a. Dille, Estragon, Koriander, Lorbeer, Majoran, Rosmarin, Schnittlauch, Kümmel, Muskat, frischer Ingwer, Bohnenkraut oder Frühlingszwiebel zur Verfügung.

Feuer Element
Ein weiteres breites Spektrum an Gewürzen beherbergt auch das Feuer Element. Der dort vorherrschende bittere Geschmack findet sich u.a. wieder in Salbei, Kurkuma, Paprika, Wacholder oder Thymian. Der bittere Geschmack unterstützt die Fettverdauung, leitet nach unten und regt den Stoffwechsel an.

Heiße Gewürze
Vorsicht ist geboten bei den Extremen. Heiße Energie liefern u.a. Cayennepfeffer, Chili, getrockneter Ingwer, Knoblauch, Pfeffer oder Sternanis. Diese Gewürze sollten nur gezielt und in Maßen zum Einsatz kommen. Im Winter oder bei starken Kälteempfindungen können sie uns jedoch gute Dienste erweisen.

Chinesische Kräuter
Naturgemäß hat die Traditionell Chinesische Medizin einen großen Fundus an chinesischen Kräutern in ihrem Repertoire, die sie auch regelmäßig in der Küche und bei der Zubereitung ihrer Speisen nutzt. Einige Klassiker seien hier erwähnt – beziehen kann man diese in TCM Apotheken oder gut sortierten Asia Märkten.

Ginseng
Ginseng gehört wohl zu den bekanntesten chinesischen Kräutern. Ginseng ist eine sagenumwobene Wurzel, die wesentlich zur Kultur Chinas gehört. Er ist in sehr unterschiedlichen Qualitäten erhältlich und kann – je nach Art und Qualität – sehr teuer sein. Sein Geschmack ist leicht süß und bitter, er wirkt positiv auf Lunge, Herz und Milz. Ginseng fördert einen klaren Geist, tonisiert unser Qi und ist gut für unser Blut. Ginseng kann in Suppen mitgekocht oder als Tee getrunken werden. Auch als Ginsengschnaps wird er zum Einsatz gebracht.

Astragaluswurzel
Die Astragaluswurzel ist ebenfalls ein Qi-Tonikum. Sie schmeckt süßlich, leicht scharf und hat ein warmes Temperaturverhalten. Sie stärkt Lunge und Milz und eignet sich ebenso hervorragend, um in Suppen und Eintöpfen mitgekocht zu werden. Sie kann unsere Abwehrkraft stärken und uns davor bewahren, dass Krankmachendes in unseren Körper eindringt.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn wir bereits erkrankt sind: Bei akuten Infekten sollten Qi-stärkende Kräuter wie Ginseng und Astragalus nicht verabreicht werden, weil sie auch das Qi des krankmachenden Erregers stärken würden!

Chinesisches Süßholz
Süßholz harmonisiert und stärkt ebenfalls unser Qi, Süßholzwurzel schmeckt seinem Namen entsprechend süß und wärmt. Lunge, Herz, Milz und Magen können damit gut gestärkt werden. Durch die Süße und seine Wirkung auf die Lunge kann Süßholz bei trockenem Husten Erleichterung schaffen. In Suppen mitgekocht oder als Tee getrunken ist es ein bereicherndes Kraut in der Küche.

Bocksdornfrüchte oder Gojibeeren
In der Zwischenzeit auch in westlichen Supermärkten heimisch ist diese kleine Wunderbeere nun auch in unsere westlichen Küchen eingezogen. Gojibeeren nähren nach TCM das Blut, wirken u.a. auf das Yin der Leber - sie befeuchten die Augen und helfen daher bei brennenden Augen aufgrund langer Bildschirmarbeit. Sie gelten zudem als wahrer Jungbrunnen - auch aus westlicher Sicht, sind reich an Vitaminen und Antioxidianten. Die getrockneten Früchte können ähnlich wie Rosinen in Müslis, Obstkompotten oder Getreidebreis mitgekocht werden. Ebenso ergänzen sie Suppen, Eintöpfe oder Tees mit ihrer gesundheitsfördernden Energie.

Autor: Ulli Goschler

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