(Cyphomandra betacea)

Tamarillo

Worauf muss ich beim Kochen achten?
Beim Tamarillo-Einkauf gilt, dass eine knackige unverfärbte Schale, die leicht auf Druck nachgibt ein absolutes "Muss" ist. Ist die Baumtomate zu unreif schmeckt sie sehr schnell bitter. Und da die Tamarillo meist nur geschält und dann roh weiterverarbeitet wird, ist ein kräftig süßlicher Geschmack, der ein wenig an Physalis und Stachelbeere erinnert, stets erstrebenswert. Von der Zubereitung ähnelt die Tamarillo sehr stark der Tomate. Wegen den zahlreichen Bitterstoffen in ihrer Schale muss die frische Frucht vor jeglicher Verköstigung jedoch gewaschen und geschält werden. Ab dann eignet sie sich die Tamarillo, je nach Vorliebe, nicht nur zum Rohverzehr, sondern auch zum Garnieren von Kalten Platten, für fruchtige Geflügelsalate oder auch für Kompotts und Marmeladen.
Im Kühlschrank halten sich die fleischigen Baumtomaten bis hin zu zwei Wochen.

Eine kleine Kulturgeschichte der Tamarillo
Aus den luftigen Höhen der Andenregion in Südamerika stammend und von den Indios schon seit Jahrhunderten kultiviert, hat die Tamarillo nicht nur optisch einiges mit der Tomate gemeinsam. Die ursprünglich von der südamerikanischen Küste stammende Paradeiser teilt nicht nur die gleichen Vorfahren, sondern gab der Cyphomandra betacea auch ihren vielsagenden Spitznamen „Baumtomate“. Baum oder Nicht-Baum, Obst oder Gemüse – das, was die zwei Beerenfrüchte jedenfalls verbindet sind nicht nur ihre gemeinsamen Wurzeln, sondern auch ihre Zugehörigkeit zur selben Familie der Nachtschattengewächse.
Heute wird die Tamarillo rund um den Erdball angebaut. Nachdem die Baumtomaten am besten in höheren Lagen gedeihen, ist ihr Anbau in gebirgigen Teilen Afrikas und in Neuseeland besonders häufig. Aus Neuseeland kommt auch ihr seltsam anmutender Name „Tamarillo“, der auf Züchter der knackigen Baumtomate in den sechziger Jahren zurückgeht.

Biologisches
Die Tamarillo wächst auf einem strauchartigen immergrünen Baum, der bis zu 6 Meter hoch werden kann. Im zweiten Jahr beginnt der Baum Früchte zu tragen, die durch pittoreske rosa Blüten angekündigt werden. Die Früchte selber variieren je nach Sorte in den Farben gelb, orange und dunkelrot bis hin zu violett. Im Inneren beherbergt die Beerenfrucht zahlreiche dunkle Kerne, die man jedoch bedenkenlos mitessen kann. Von der Form und Größe erinnert die Tamarillo an eine ovale eierförmige Tomate mit einem langen dünnen Stiehl. An diesen Steiheln hängen die Baumtomaten jedoch nicht vereinzelt am Baum, sondern sie sind stets in Trauben von etwa drei Früchten gebündelt, weshalb sich der Tamarillobaum gemütlich ernten lässt. Eher unangenehm ist dafür im Gegenzug ihre bittere Schale, die man vor ihrer Verköstigung immer sorgfältig schälen sollte.

Für Körper und Gesundheit
Die exotische Frucht ist auf dem täglichen Speiseplan bei uns eher selten vertreten. Anbetrachts ihres hohen Vitamin C- Gehalts könnte sie jedoch mit links so mancher Zitrusfrucht Konkurrenz machen. Auch mit reichlich Vitamin A, Calcium, Kalium, Eisen und Phosphor kann die Baumtomate aufwarten. In kalten Wintermonaten bringt die Tamarillo daher mit ihrem temperamentvollen südlichen Geschmack nicht nur die Laune, sondern auch das Immunsystem auf trapp.

Autor: Ruth Wagner

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