Seela, Seelen - Schwäbisch

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Ursula Krug:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Germ
  • 250 ml Wasser (lauwarm (Menge anpassen))
  • 80 g Butter
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Ei
  • 0.5 Zitrone (unbehandelt, Schale davon)
  • Butter (zerlassen)
  • Salz
  • Kümmel
  • Fett (für das Blech)

Siegfried Ruoss:

  • 500 g Weizenmehl (Type 550)
  • 15 g Germ
  • 10 g Salz
  • 325 ml Wasser (lauwarm (Menge anpassen))

Zum Bestreuen:

  • Salz (grob)
  • Kümmel

Ursula Krug:

Das Mehl in eine ausreichend große Schüssel sieben. Eine Mulde in die Mitte drücken und darin die Germ mit dem lauwarmen Wasser und ein wenig Mehl zu einem glatten Dampfl anrühren. Die Backschüssel mit einem Geschirrhangl bedecken und den Teig an einem warmen Ort gehen. Anschliessen die übrigen Ingredienzien hinzufügen und alles zusammen so lange durchkneten, bis sich der Teig von der Backschüssel löst. Wieder abdecken und zur doppelten Masse aufgehen.

Jetzt den Teig zu in etwa 20 cm langen und 2 cm breiten Stangen ausformen. Kurz gehen , die Oberfläche darf nicht aufreissen! Mit der zerlassenen Butter bestreichen und mit Salz und Kümmel überstreuen. Auf ein gut gefettetes Blech legen und im aufgeheizten Herd bei 220 °C in etwa 20 min backen.

Siegfried Ruoss:

Germ im Wasser zerrinnen lassen. Mit allen Ingredienzien einen weichen Teig bereiten, gut durchkneten und 45-60 min ruhen. Während dieser Rastzeit wird der Teig zweimal mit feuchten Händen durchgeknetet, wie bei den Wasserwecken. Nach dem letzten Durchkneten noch mal gut aufgehen.

Backrohr auf zirka 240 °C vorwärmen. Die ganze Teigmenge zu einem zirka 15 cm breiten Strang formen. Von diesem Strang mit einem Küchenmesser oder evtl. Teigabstecher zwei 3-5 cm breite Teigstücke klein schneiden, auf zirka 20-30 cm Länge ziehen und mit der Schnittfläche nach oben auf ein gefettetes oder evtl. mit Pergamtenpapier belegtes Backblech setzen. Teigstücke mit Wasser bestreichen, mit grobem Salz und Kümmel überstreuen, wiederholt gehen.

Eine Schale Wasser in das Backrohr stellen, dann das Backblech einschieben. Backzeit: 20-25 min bei 240 °C .

Ein naher Verwandter des Wasserweckens ist die Seele. Beide wurden und werden bevorzugt aus Dinkelmehl hergestellt. Diese schwäbische Spezialität kommt aus dem Oberschwäbischen, hat sich aber heute fest in Ulm und ebenfalls im Ländle etabliert.

Wenn ein Bursch seiner Geliebten eine große Seele schickte, so galt dies als ein Heiratsantrag. Auf dass sie ein Herz und eine Seele werden.

Aber es gibt auch noch - zwei Seelen aufschlagen in jeder Brust gesüsste Seelen. Denn früher schenkte der katholische Pate seinem Patenkind zu Allerseelen eine süsse Seele, auf dass er für die armen Seelen bete. So überliefert auf der Schwäbischen Alb und dem Neckarland.

Aus Augsburg sind sogar Seelenbrezen überliefert, die man an Allerseelen an das Grabkreuz hängte.

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