Warum wir Salz brauchen

Gesund mit Salz

Lange Zeit galt die Mär vom ungesunden Salz.
Inzwischen weißt auch die Medizin wieder darauf hin, was dem gesunden Hausverstand längst klar war: zuviel ist ungesund, aber in der täglichen Nahrung ist Salz essentiell.

Denn Salz ist nicht nur eine unabkömmliche Würze in der Küche, es ist wichtig für den Elektrolythaushalt in unserem Körper und spielt weiters eine lebenswichtige Rolle für das Nervensystem, die Verdauung und den Knochenbau.

 

 

Salz bindet das Wasser in unserem Körper und sorgt so dafür, dass wir nicht austrocknen. Die Salzmenge im Körper wird durch Hormone kontrolliert und ungefähr konstant gehalten.

Ist der Salzgehalt zu hoch, wird durch Flüssigkeitsausstoß überschüssiges Salz ausgeschieden, womit ein nicht unerheblicher Verlust an Wasser verbunden ist. Die Folge ist ein instinktiv ausgelöster Durst. Deshalb hat unserer Körper nach einer durchzechten Nacht (Alkohol entzieht dem Körper Wasser samt Mineralien) ganz selbstverständlich Gusto auf salzige Suppen oder Salzgurken.

Ein Zuviel an Salz kann angeblich Bluthochdruck und Ablagerungen in den Blutgefäßen fördern.
Ein kausaler Zusammenhang konnte aber bis heute nicht nachgewiesen werden. Diverse Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, die keine klaren Aussagen zulassen. Es gibt aber Hinweise darauf, dass Menschen eine unterschiedliche Salzsensitivität haben.

Wer dafür sorgt, dass er regelmäßig ins Schwitzen gerät (dadurch wird das Salz über die Haut ausgeschieden), kann unbesorgt sein.

In natürlichen Lebensmitteln kommt Salz nur in geringen Mengen vor, anders sieht es bei diversen Speck- und Schinkensorten, eingelegtem Fisch und Käse aus. Wirklich aufpassen sollte man bei den versteckten Salzen, die sich ähnlich wie beim Zucker in Fertigprodukten oder in Knabbergebäck und Fastfood befinden. Der überwiegende Teil der Salzaufnahme erfolgt dadurch und nicht durch direktes Nachwürzen.

Salz gilt seit Jahrhunderten als universelles Heilmittel zur Behandlung von Schwächzuständen, Blutarmut, Kopfschmerzen, bei Erkrankungen der Atemwege, Verdauungsbeschwerden, Hauterkrankungen und rheumatischen Leiden. Hier ein paar Gesundheitstipps:

  • Salz im Badewasser wirkt nicht nur entschlackend, sondern auch durchblutungsfördernd und es stärkt die Abwehrkräfte. Dazu ist es aber wichtig, dass die Wassertemperatur bei ca. 37 Grad Celsius (also Körpertemperatur) beträgt und man 10 bis 15 Minuten dafür Zeit nimmt (nicht länger). In ein Vollbad empfiehlt sich ein Kilogramm Salz aufzulösen.
  • Bei kalten Füßen und zur Förderung der Durchblutung hat sich ein altes Hausmittel bewährt: Salzsocken. Dazu löst man ca. 30 g Salz in einem Liter warmen Wasser auf und taucht Baumwollsocken darin ein. Diese Socken anziehen, darüber zusätzlich noch dicke Wollsocken und eine Stunde ausruhen. Danach mit lauwarmem Wasser abduschen.
  • Bei Erkältungen tut es gut, mit warmem Salzwasser zu gurgeln.

Autor: Mirjam Reither

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