Asiatische Palmenstärke

Sago

In Südostasien wächst die Sagopalme (Metroxylon Rumphii), aus deren Mark Stärke gewonnen wird.

Seit ewigen Zeiten werden daraus Fladenbrote, Kuchen oder Kekse hergestellt. Auch zur Verdickung von Speisen ist es gut geeignet.

Man kann die Palme ähnlich wie bei der Gummigewinnung direkt anzapfen und den heraustropfenden Saft einsammeln. Er wird durch ein Sieb gefiltert und bildet danach kleine Kügelchen, die man weiter verarbeitet.

Ist der Baum bereits gefällt, wird er in handliche Stücke geschnitten, die Rinde entsorgt und mit einer groben Feile das Mark herausgeraspelt. Mit Wasser vermischt und gesiebt, setzt sich die Stärke ab und es bilden sich wieder kleine Kügelchen. Dieses Granulat ist es auch, das man bei uns in Asialäden kaufen kann.

Es eignet sich vor allem für asiatische Rezepte wie zum Beispiel Fladenbrote, die ganz einfach zuzubereiten sind. Mehl, Wasser und etwas Gewürze vermengen und dann dünne Fladen kurz erhitzen.

Bereits Marco Polo lernte Sago auf seinen Reisen kennen und brachte es erstmals nach Europa. Heute stellt es nach wie vor ein wichtiges Grundnahrungsmittel auf vielen Inseln Südostasiens dar und ist für Singapur ein gewichtiger Exportfaktor.

In vielen anderen Regionen der Welt gewinnt man neutrale Stärke ebenfalls aus Palmen, wobei nicht automatisch jede geeignet ist und auch vor der ersten Blüte des Baumes geerntet werden muss.


Autor: Maria Tutschek

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