Nudeln kochen

  • Zutaten

  • Zubereitung

  • Hilfreiche Videos

Portionen: 4

In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen.
Der Idealwert ist dabei von Profis mit 1 Liter pro 100 g Nudeln festgesetzt worden.
Das funktioniert im Küchenalltag speziell bei größeren Portionen nicht immer, man sollte aber versuchen, diesem Richtwert so nahe wie möglich zu kommen.

Das Wasser mit einer kräftigen Prise salzen. Man kann noch den alten Brauch, stets einen Schuss Olivenöl ins Wasser zu geben, pflegen damit die Nudeln später nicht zusammenkleben. Von Küchenprofis wurde das mittlerweile als (angeblich) purer Aberglaube entlarvt. Wie auch immer: Hilft es nichts, so schadet es zumindest nicht. Hier sollte man seinem persönlichen Geschmack folgen.

Die Nudeln einlegen und die angegebene Kochzeit minus 1–2 Minuten einplanen.

Die Nudelhersteller messen da oft mit verschiedenem Maß, und so kann man sichergehen, dass die Nudeln nicht verkochen. Bei langen Spaghetti muss man am Beginn mitunter etwas nachhelfen. Die Spaghetti einlegen und sie mit einem Bratenwender oder einer Tortenschaufel sanft und langsam im oder gegen den Uhrzeigersinn ins kochende Wasser drücken, bis alle Nudeln „untergetaucht“ sind.

Während die Nudeln kochen, wiederholt umrühren, damit sie sich nicht am Topfboden anlegen.

Das heikle Thema „Kochzeit“ ist einerseits eine Geschmacksfrage, andererseits eine Frage der Sorgfalt. Eine Faustregel besagt, dass eine richtig al dente, also bissfest, gekochte Spaghetti-Nudel, die mit einem Kochlöffel herausgefischt wurde, nicht völlig schlaff herunterhängen sollte. Sie sollte sich oben noch leicht wölben.

Eine andere Methode erkennt an der Farbe der Nudel, ob sie zu weich oder richtig gegart wurde: Ist sie noch ganz leicht glasig, so ist sie sicher nicht zu weich, geht ihre Farbe schon ins milchig-mehlige, so ist sie schon mehr als al dente gekocht. Darüber hinaus wird im Fachhandel eine Vielzahl von Geräten und Instrumenten angeboten, die die Kochzeit exakt messen sollten: lustig, aber überflüssig.

Die sicherste Methode ist immer noch die einfachste: nach der leicht verkürzt eingestellten Kochzeit wiederholt kosten und den eigenen Geschmack entscheiden lassen. Dafür einfach eine Nudel heraus holen und probieren.


Dann die Nudeln in ein großes Sieb gießen und das Wasser ablaufen lassen.
Ob die Nudeln danach mit kaltem Wasser abschreckt werden oder nicht, hängt vom Rezept ab. Werden die Nudeln erst später (Stichwort: Schinkenfleckerl) oder gar kalt verwendet, so müssen sie kalt abgespült werden. Werden sie sofort mit Sugo oder Sauce vermengt, kann man darauf verzichten. Viele Italiener schrecken Nudeln übrigens ab, indem sie ein Glas eiskaltes Wasser zu den kochenden Nudeln gießen.


Die mittlerweile auch im Supermarkt angebotenen Nudeln aus frisch gemachtem, nicht getrockneten Teig (Pasta fresca) haben eine bedeutend kürzere Kochzeit. Da reichen meist 2–3 Minuten. Aber auch hier sollte man dem eigenen Gaumen mehr vertrauen als der Anleitung auf der Verpackung.
Und damit basta mit der Pasta.

Tipp

Nix al dente: Was machen Sie, wenn Sie Ihre Nudeln versehentlich zahnlos weich gekocht habe?
Kein Problem, machen Sie eine Art Frittata. Dafür vermengen Sie in einer Schüssel die missratenen Nudeln mit 3–4 verrührten Eiern, einem Schuss Milch, frischen Kräutern und vorrätigem klein geschnittenen gegarten Gemüse (oder auch Fleisch) und würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer. Dann backen Sie die Masse in einer Pfanne in heißem Öl auf beiden Seiten knusprig. Dazu gibt’s am besten
Salat und ein Glas Rotwein als kleines Trostpflaster.

Bitte bewerten Sie das Rezept
1 2 3 4 5

Kommentare12

Nudeln kochen

  1. molenaar
    molenaar kommentierte am 26.02.2016 um 19:06 Uhr

    Koche sie auch schon seit Jahren mit einem Schuss Öl. Klappt wunderbar. Aber Olivenöl würde mir dafür auch nicht in den Sinn kommen.

    Antworten
  2. ichkoche.at_nervt
    ichkoche.at_nervt kommentierte am 26.02.2016 um 06:29 Uhr

    Man kann noch den alten Brauch, stets einen Schuss Olivenöl ins Wasser zu geben, pflegen damit die Nudeln später nicht zusammenkleben. Von Küchenprofis wurde das mittlerweile als (angeblich) purer Aberglaube entlarvt. sic!Zur Aufklärung an all die Köche die keine Ahnung haben was für einen Schwachsinn erzählen: ÖL GEHÖRT INS NUDELWASSER!!!Das Öl hat nicht den Zweck die Nudeln unklebbar zu machen, sondern hat den Sinn, daß die austretende Stärke, welche oben am Wasser aufschäumt und meist den Topf zum Überlaufen bringt, eben nicht aufschäumt! Auch wenns klugscheisserisch klingt, aber ich weiß dass seit über 40 Jahren. Und bis jetzt hab ich nur eine Köchin im Fernsehen gesehen, die Ahnung hatte wofür das Öl dient (war eine Amerikanerin).Wers nicht glaubt ausprobieren: Ohne Öl Nudeln kochen - Stärke schäumt auf - Öl rein - Stärke schäumt nicht mehr.Das und NUR das ist der wahre Grund fürs Öl!PS: Wer Olivenöl für das nimmt, hat wohl zu viel Geld - Raps tuts auch. :-)

    Antworten
  3. Helmuth1
    Helmuth1 kommentierte am 24.12.2015 um 12:20 Uhr

    nudeln kochen ist ja eigentlich keine wissenschaft

    Antworten
    • butler
      butler kommentierte am 13.02.2016 um 13:55 Uhr

      Irgendwie doch, wieviel Nudeln nehmen? Ich erwische meistens viel zu viel. Und vor allem müssen sie wirklich am Teller "al dente" sein. Nur dann sind sie gut. Das ist oft gar nicht so einfach ;)

      Antworten
  4. Cecilia
    Cecilia kommentierte am 08.11.2015 um 15:29 Uhr

    ein ausführlicher text für ein einfaches thema

    Antworten
  5. Alle Kommentare
Kommentar hinzufügen

Für Kommentare, bitte einloggen oder registrieren. Facebook login

Rund ums Kochen

Ähnliche Rezepte

Aktuelle Suche