Wieviele Messer Man(n) haben muss

Männer mögen scharfe Messer

Wo Mann kocht (und sei es auch nur als "Bloody Beginner") muss ein Messer her, und was für eins: natürlich eines aus Damaszener-Stahl, vielfach gefaltet und möglichst mit einem japanischen Schriftzug auf der Klinge, der auf alten japanischen Samurai-Adel schließen lässt.

Ein Messer zu schenken bringt Unglück. Dieser alte Aberglaube gilt als "typisch weiblich" und hat möglicherweise damit zu tun, dass kochende Frauen sich dem Charme der scharfen Klinge gewöhnlich wesentlich leichter entziehen können als Männer.

Wie viele Messer Mann haben muss, steht dabei freilich auf Messers Schneide. Da gibt es etwa das klassische "Ein-Mann-ein-Messer"-Gebot, das freilich einen versatilen Küchenmeister mit so viel Geschick voraussetzt, dass er vom Zwiebelschneiden über das Entbeinen einer Lammschulter bis hin zum fachgerechten Zerteilen eines Zehn-Kilo- Truthahns tatsächlich nur eine einzige Klinge benötigt, die aber dafür scharf wie ein Richtschwert sein muss.

Derlei mag es in fernöstlichen Palastküchen geben, in heimischen Einbauküchen sind solche Helden allerdings selten. Umso mehr freuen sich diese indessen, allem Aberglauben zum Trotz, wenn zum Vatertag, Geburtstag oder zu Weihnachten ein scharfes Päckchen am Gabentisch liegt. Es muss ja nicht gleich ein ganzer Koffer voller Spezialmesser sein, aber das eine oder andere darf neben dem „ großen Küchenmesser“ ruhig dabei sein.

  • Kleines OFFICEMESSER, das vor allem beim Gemüseputzen gute Dienste leistet, aber auch sonst sehr vielseitig verwendbar ist.
  • TOURNIERMESSER, das all jene Männer unbedingt brauchen, die lieber Karotten und Kohlrabi als Haselnuss- und Birkenstöcke schnitzen.
  • SÄGE- ODER BROTMESSER, das praktischerweise auch zum Filetieren von größeren Fischen oder zum Schneiden von Siedefleisch verwendet werden kann.
  • WIEGEMESSER zum Kleinhacken von Kräutern, Nüssen u. Ä.
  • FILETMESSER hilft beim Filetieren von Fischen, aber auch beim Schneiden von rohem oder gekochtem Fleisch.
  • AUSBEINMESSER ist vor allem für jene unentbehrlich, die gerne Fleisch vom Knochen lösen (z. B. bei Keulen, Schultern etc.).

Auch der richtige Aufbewahrungsort der schönen Messer ist nicht nur Quell vieler möglicher Weihnachtsgeschenke, sondern auch seriöser Diskussionen zwischen Profis. Der Messerblock aus Holz ist zwar bewährt und schont die Messer, macht aber häufig hygienische Probleme, da allfällige an den Messern verbliebene Speisepartikel darin „weiterleben“. Sicherer und auch hübsch anzusehen ist eine über der Arbeitsplatte montierte Magnetleiste, wo die wertvollen Messer nicht nur bequem greifbar, sondern auch für allfällige Gäste leicht zu bewundern sind.

Autor: Christoph Wagner

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Kommentare2

Männer mögen scharfe Messer

  1. teddypetzi
    teddypetzi kommentierte am 01.03.2016 um 19:23 Uhr

    ich verwende am liebsten die Keramikmesser

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  2. lockerle
    lockerle kommentierte am 04.08.2015 um 15:10 Uhr

    Ja das stimmt wirklich!

    Antworten
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