Auf dem Tisch raucht der Kamin

Koreanische Küche

Vieles, was für die japanische Küche gilt, kann auch von der koreanischen gesagt werden, und in der Tat sind viele Sushi- astronomen in Europa und Amerika in Wahrheit Koreaner. Etwas unscharf ausgedrückt, ist die koreanische Küche eine Mischung aus chinesischer und japanischer Küche; sie ist allerdings weniger fett als die chinesische und längst nicht so fischverliebt wie jene Nippons.

Mit der sättigenden Begleitung von Reis, Reisnudeln und Sojakuchen werden in Korea viele Fleisch- und Grillgerichte angeboten. Viele dieser Gerichte werden in einem Spezialgeschirr, dem Sin sul lo (Feuertopf), zubereitet und zu festlichen Anlässen mit silbernen, ansonsten mit Stäbchen aus Messing, rostfreiem Stahl oder Porzellan (nicht aber, wie in China und Japan üblich, aus Holz) gegessen.

Der Sin sul lo ist ein Topf mit einem Kamin in der Mitte, um den herum die Speisen in einer Vertiefung angerichtet werden. Der Kamin kann entweder klassisch mit Holzkohlen befüllt oder, in moderneren Varianten, auch mit Strom betrieben werden und ist nicht nur zum Garen, sondern auch zum Warmhalten geeignet.

Die meisten koreanischen Gerichte, allen voran das klassische BULGOGI (Feuriges Rindfleisch), aber auch gegrillte Rinderrippen, Rindfleischspieße mit Pilzen oder Rindfleisch-Stew sind scharf und werden mit viel Chili, aber auch mit Ingwer, Sesam und Knoblauch zubereitet.

Zu fast allen Gerichten wird KIMCHI (pikantes, eingelegtes Gemüse) gereicht, das in den meisten koreanischen Haushalten nur ein- bis zweimal jährlich in riesigen Portionen zubereitet wird und sich monatelang hält. Hauptbestandteile des Kimchi sind Gurken, Chinakohl und Rüben, die in einer Marinade aus Fischsauce, Austernsauce, Salz, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili mindestens zwölf Stunden, oft aber auch tagelang fermentiert werden.

Autor: Christoph Wagner

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