(Brassica oleracea)

Kohlrabi

Worauf muss ich beim Kochen achten?
Der Kohlrabi ist ein gerngesehener Gast auf jeder Rohkostplatte und sollte dort auch frisch und knackig ankommen. Darum nun einige Faustregeln zur richtigen Aufbewahrung: Damit der Kohlrabi saftig bleibt, ist es nötig, am besten gleich nach dem Kauf, die Blätter zu entfernen. Sie entziehen der schmackhaften Knolle nämlich wichtige Feuchtigkeit, die der Kohlrabi braucht um knackig zu bleiben. Das nährstoffreiche Blattwerk muss nicht gleich in den Abfall wandern, sondern kann zum Beispiel als Krautroulade noch einmal zur Höchstform auflaufen. Wird der Kohlrabi danach kühl gelagert, so schmeckt er ca. eine Woche gut. Den Tiefkühlschrank sollte der rohe Kreuzblütler allerdings nie von innen sehen, da sich seine Struktur durch das Schockfrieren zu stark verändern würde.

Eine kleine Kulturgeschichte des Kohlrabi
Mit seiner ersten historischen Erwähnung im 16. Jahrhundert in Deutschland ist der Kohlrabi ein junger Spund. Die zur Familie der Kreuzblütler gehörende Knolle stammt aus Nordeuropa und ist eine Kreuzung aus wildem Kohl und wilden weißen Rüben. Von dort hat die tolle Knolle großteils in Mittel- und Osteuropa Fuß gefasst. Nicht nur eines der größten Erzeugerländer, sondern auch eines seiner emsigsten Verbraucher ist Deutschland. Während die süßlichen Geschmacksstoffe deutschzüngigen Gaumen anscheinend sehr wohl bekommen, ist der Kohlrabi in Nordamerika relativ unbekannt.

Biologisches
In der Gemüsezunft ist der Kohlrabi aus biologischer Sicht ein bisschen ein Außenseiter. Die würzige Knolle wächst weder aus Blüten noch aus Blättern heran, sondern ist eigentlich der verdickte mittlere Stil der Pflanze. Der Kohlrabi ist ein Kreuzblütler und gedeiht sowohl im Freilandanbau als auch im Gewächshaus. An seiner Farbe erkennt man auch seine Herkunft: Grüne Knollen kommen aus dem Glashaus, Violette vom Acker. Während grüner Kohlrabi fast das ganze Jahr über angeboten wird, haben die violetten Knollen von Mitte Mai bis Ende Oktober Saison.

Für Körper und Gesundheit
Durch seine unauffällige Form ist der Kohlrabi zwar kein "Hingucker", bei jeder Nährwerttabelle sticht er allerdings auf jeden Fall heraus. Bereits eine halbe Knolle deckt den gesamten Vitamin C bedarf eines Erwachsenen. Zusätzlich versorgt er den emsigen Kohlrabi-Esser mit Vitamin B und Magnesium. Er stärkt dadurch nicht nur Herz und Kreislauf, sondern schützt auch vor Muskelkrämpfen und ist ein wahrer Muntermacher. Das schlanke Gemüse, das nicht einmal 30 Kalorien pro 100g aufweisen kann, fördert durch Calcium auch Knochen und Zähne. Das Vitaminreichste am Kohlrabi ist allerdings nicht er selber, sondern seine Blätter. Für eine kräftige Portion Vitamin A lohnt es sich daher auch die Blätter schmackhaft zuzubereiten.

Autor: Maria Tutschek-Landauer

Ähnliches zum Thema

Kommentare9

Kohlrabi

  1. Estrella1
    Estrella1 kommentierte am 26.04.2016 um 15:58 Uhr

    Ich esse sehr gerne Kohlrabi. Grünen Kohlrabi gibt es auch vom Acker, habe selbst jedes Jahr einige Kohlrabis im Garten und nicht im Glashaus!!!

    Antworten
  2. 1Gigi1
    1Gigi1 kommentierte am 26.04.2016 um 08:11 Uhr

    Dass grüne Kohlrabi aus dem Glashaus kommen höre ich zum ersten Mal. Ich kenne grüne Kohlrabi auch vom Feld und habe auch schon rote und grüne Sorten vom Gärtner gekauft.

    Antworten
  3. KarinD
    KarinD kommentierte am 17.06.2015 um 22:08 Uhr

    Toll, wusste nicht, dass man Kohlrabiblätter auch für Krautrouladen verwenden kann.Danke für den Tip!!!

    Antworten
  4. sommermorgen86
    sommermorgen86 kommentierte am 03.06.2015 um 09:22 Uhr

    Ich liebe Kohlrabie

    Antworten
  5. anna63
    anna63 kommentierte am 03.04.2015 um 10:02 Uhr

    Das man die Blätter entfernen soll hab ich nicht gewußt. Danke für den Tip!

    Antworten
  6. Alle Kommentare
Kommentar hinzufügen

Für Kommentare, bitte einloggen oder registrieren. Facebook login