Koffein, eine Kurzinfo

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Vielleicht Ihr neues Lieblingsbohnengericht:

Kaffee, das beliebteste Getränk der Deutschen hat eine alte Tradition in Europa. Dennoch ist das Koffein eine Droge, deren Missbrauch gesundheitsschädliche Folgen haben kann.

Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus dem aethiopischen Hochland, dessen Bewohner vor dem 11. Jahrhundert n. Chr. Zwar die Früchte des wilden Kaffeestrauches nutzten, jedoch nicht über die notwendigen Kenntnisse zu seiner Kultivierung verfügten. Die wichtigsten oekonomisch genutzten Arten sind neben Coffea canephora (Robusta) und Coffea liberica vor allem die selbstbefruchtende Art Coffea arabica (Hochlandkaffee), deren Domestikation vermutlich zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel gelang. Der Strauch kam über Konstantinopel nach Holland, von dort einerseits nach Java, den Philippinen und Hawaii, andererseits nach Surinam; er wurde später in Süd- und Mittelamerika in Kultur genommen; der Anbau erfolgt heute vorwiegend in Höhenlagen des Äquatorialguertels. Die Anbaugebiete später verbreiteter Kaffeearten liegen bis 24 °C nördlicher und südlicher Breite.

Kaffee war anfänglich in der islamischen Kultur heimisch. Seit dem 16. Jahrhundert ist Kaffee in Europa bekannt.

Koffein ist ein Alkaloid. Sein chemischer Aufbau beruht auf der Stuktur der Purine (C5H4N4); ein Grundgerüst, das in jedem Zellkern (in Dns) vorkommt. Angeknuepft an die Stickstoffatome in Position 1, 3 und 7 sind Methylgruppen (- Ch3) und in Position 2 und 6 jeweils eine Hydroxylgruppe (Oh-), darum der Name Xanthin (C5H4N4O2) = 2, 6-Dihydroxypurin. Der vollständige Name lautet darum: 1, 3, 7-trimethylxanthin.

Koffein ist ein Krampfgift, das im menschlichen Kreislauf sehr unterschiedliche Wirkungen hat. An der Peripherie erweitert es die Arterien des Gehirns, der Nieren, des Beuschels und des Herzens und fördert die Durchblutung dieser Organe. (Deshalb kann Kaffee gegen leichte Kopfschmerzen helfen und regt die Blasenfunktion an.) Zentral reizt es das vasomotorische Zentrum und führt zu einer Steigerung des Blutdrucks. In Mengen von mehr als einem Gramm wirkt Koffein als Gift; mehr als zehn Gramm sollen tödlich sein.

Die Wirkung des Kaffees reicht von der milden Anregung, die die "Gedanken schärft" bis hin zur Aufputschung, bei der das Denken fahrig und zusammenhanglos wird, ähnlich wie bei einem Amphetamin.

Bei übertriebenem Kaffeegenuss stellen sich Schlafstörungen und Zustände allgemeiner Nervosität sowie zunehmende Schmerzen in der Herzgegend und ein unregelmässiger Puls ein. Die Schlafstörungen sind darum so bedenklich, weil sie zum entsprechenden Ge- und Missbrauch von Schlafmitteln führen. Danach beginnt das gefährliche Wechselspiel von Aufputschen (durch Koffein) und Betaeuben (durch Barbiturate oder Methaqualon).

Koffein ist ebenfalls im Tee enthalten. Thein, Coffein, Methyltheobromin wirken ähnlich, sind selbstverständlich vorkommend in Kaffebohnen (zu 4% des Gesamtgewichtes), Mateblaettern, Teeblättern, Kolanuessen und Guaranasamen (zu 5%).

Tee beinhaltet noch zwei weitere Purine, Theophyllin (1, 3-dimethylxanthin) und Theobromin.

Mate, Kakao, Tee und die Kolanuss enthalten Theobromin (3, 7-dimethylxanthin). Theobromin wirkt - gemäßigter als Coffein - schwach erregend, harntreibend (diuretisch) und steigert die Kontraktilitaet (Leistungsfähigkeit) des Herzmuskels.

In hohen Dosen ist das in bspw. Schoko enthaltene Theobromin für Hunde toetlich. 4 Tafeln können einen 6 Kg schweren Hund in lebensbedrohliche Lage bringen.

Theophyllin wirkt zentral erregend, schwach diuretisch, beschleunigt die Herztaetigkeit, erweitert die Gefässe an Herz, Niere und Peripherie, verengt sie am Gehirn und erweitert die Bronchien. Es hemmt Adenosin- Rezeptoren in Gehirn und Herz; vermindert durch Hemmung der Phosphodiesterase die Hydrolisierung von cAmp (cyclo - Adenosin-mono-phosphat) zu Amp, welches eine zentrale Stellung in der hormonalen Regulation und im Stoffwechsel einnimmt. Vermutlich versucht der Körper dem Mangel an Amp entgegenzuwirken indem er in Anwesenheit der Hemmung die Produktion von cAmp erhöht und damit seine Wirksamkeit intensiviert.

Theophyllin beeinflusst ausserdem den transmembranaeren Calcium-Einstrom und die Freisetzung von Calcium aus / in den intrazellulaeren Speichern.

Coffein, Theobbromin und Theophyllin werden im Körper zu Harnsäure abgebaut und ausgeschieden.

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