Die Allround-Pflanze

Aloe Vera - Wüstenlilie im Kochtopf

Ihre ursprüngliche Heimat sind die Kanarischen Inseln, mittlerweile wurde die Aloe Vera Pflanze auch in anderen trockenen Gebieten Europas, Afrikas oder Amerikas kultiviert und nun erobert sie die heimischen Kochtöpfe.

Bekannt ist die Wüstenlilie Aloe Vera als Heil- und Kosmetikpflanze. Bereits Cleopatra nutzte das Gelee als Hautcreme. Alexander der Große ließ angeblich seine verwundeten Krieger mit Aloe Vera behandeln. In der Krebstherapie wird Aloe Vera Gel bei der Röntgenbehandlung als Schutz vor Hautverbrennungen verwendet.

Dank des Inhaltsstoffes Aloin, der nicht nur die Wundheilung fördert, sondern auch das Immunsystem des Menschen stärkt, wird der Aloe Vera Saft immer beliebter. Schließlich punktet sie mit viel Wasser und Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Zink.

Dass Aloe Vera auch für eine Vielzahl von Rezepten verwendet werden kann, ist weniger bekannt. Die Allround-Pflanze hat sogar schon die heimischen Bars besetzt. Aloe Vera Cocktails oder Energy Drinks für Sportler sind hoch im Kurs.

Kein Genuss ohne Vorwissen
Wer Aloe Vera in roher Form essen möchte, sollte einiges wissen: Zunächst sollte das Blatt am unteren Ende angeschnitten werden und mit der Schnittfläche nach unten in ein Glas mit Wasser gestellt werden, damit das gelbliche Aloin ablaufen kann. Danach müssen Stacheln sowie Schale entfernt werden und das Blatt in kleine Stücke geschnitten werden. Diese können wie eine Melone roh gegessen werden. Für das Kochen muss die Blattschale entfernt werden, weil sie abführend wirkt. Daher empfiehlt es sich für das Kochen das Mark zu nehmen oder mit fertigen Gels oder Säften zu arbeiten. Die abführende Wirkung der Blätter in gewissen Dosen reguliert die Darmflora und wird oft für Joghurts oder Drinks gebraucht. Bei Überdosen kann es aber zu Störungen im Magen-Darm-Trakt kommen. Deshalb meiden Sie beim Kochen lieber die Schale!

Yohan Payet Vielseitiger Einsatz
In der Welt der Vegetarier hat sich die Aloe Vera als schmackhafte Beilage einen Namen gemacht. Auch Salatdressings können mit Aloe Vera verfeinert werden. Auf Gran Canaria kommt die Pflanze in einem traditionellen, delikaten Käse namens „Queso Flor“ vor. Dies ist ein Käse aus Ziegen-, Kuh- und Schafsmilch, der mit Extrakten der Aloe Vera Pflanze versetzt wird. Daheim kann man die Zutaten von alkoholischen und alkoholfreien Cocktails mit einem Schuss Aloe Vera Gelee verfeinern. Der Saft der Aloe Vera Pflanze kann mit Zucker zu einem langhaltigen Sirup verarbeitet werden. Damit kann man Nachspeisen, Obst und Früchte veredeln. Auch Brote mit Aloe Vera schmecken!

Immer mehr Möglichkeiten
In Zukunft wird sich Aloe Vera im Zuge des immer größer werdenden Strebens nach Gesundheit und Vitalität auf den Menükarten mit Sicherheit noch stärker durchsetzen. In diesem Sinne: genießen Sie einfach einmal ein Stückchen Aloe Vera!

Autor: Anita Arneitz

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