Im Gespräch mit ichkoche.at

Kinesiologin Mag. Margit Fensl

Mag. Margit Fensl ist Ernährungswissenschaftlerin, ausgebildete Kinesiologin und TCM-Expertin.

ichkoche.at: Frau Mag. Fensl, Sie sind Ernährungsberaterin. Wie häufig haben Sie mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu tun?
Frau Mag. Fensl: Ca. 40 % meiner Klienten leiden an Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

ichkoche.at: Stellen Sie eine Zunahme fest?
Frau Mag. Fensl: Ja eindeutig.

ichkoche.at: Wenn ja, woran kann das liegen?
Frau Mag. Fensl: Es gibt viele Möglichkeiten: Umwelt, Stress, zusammengesetzte Lebensmittel mit vielen Zusatzstoffen oder zu häufig gegessene Lebensmittel. So kommen z.B. Weizen oder Milch in den meistens Fällen vor.

ichkoche.at: Wie beurteilen Sie den Umgang der Schulmedizin mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten , viele Betroffene berichten über lange Irrwege, bis sie endlich die Ursachen Ihrer Beschwerden erforschen können. Die Ärzte sind dabei offensichtlich nicht immer sehr hilfreich.
Frau Mag. Fensl:  Ich bin auch dieser Meinung. Meine Klienten berichten von diesen Irrwegen und fühlen sich schlecht betreut.

ichkoche.at: Was ist Ihrer Meinung nach die beste Methode, um Nahrungsmittelunverträglichkeiten aus zu testen?
Frau Mag. Fensl: Eine Kombination aus medizinischen Tests bei einem Arzt mit nachfolgender Beratung von Ernährungsberatern oder Diätologen, erachte ich als sinnvoll.

ichkoche.at: Wie beurteilen Sie die vielen „neumodischen“ Schnelltests?
Frau Mag. Fensl: Man sollte damit vorsichtig sein, sie ersetzen keine Beratung.

ichkoche.at: Viele der Tester fühlen sich mit den Ergebnissen dann allein gelassen. Was raten Sie diesen Personen?
Frau Mag. Fensl: Ernährungsberater, Diätologen oder auch gut ausgebildete Kinesiologen können hier Hilfe bieten.

ichkoche.at: Kann man Nahrungsmittelunverträglichkeiten „löschen“ oder ist ausnahmslos eine lebenslange Diät nötig?
Frau Mag. Fensl: Dies kommt auf die Art der Nahrungsmittelunverträglichkeit an. Dort wo im Körper Mastzellen beteiligt sind, ist eine Verbesserung auf jeden Fall möglich. Handelt es sich um Enzymdefizite, wie z.b. bei Laktoseintoleranz, so kann eine Einnahme von Enzymen hilfreich sein. Eine Glutenunverträglichkeit ist jedoch meist angeboren und daher nicht „löschbar“.

ichkoche.at: Wie hoch ist Ihrer Meinung nach der Prozentsatz an ernsthaften Erkrankungen als Folge von nicht erkannten oder nicht behandelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten ?
Frau Mag. Fensl: Leider sehr hoch.

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Autor: Mag. Margit Fensl und Maria Tutschek

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