Pionier-Projekt zum Schutz der Hähne von Ja! Natürlich

Gleiches Recht für alle Küken

Pferdefleisch-Lasagne, gefälschte Bio-Zertifikate und Putenfliesch mit Antibiotika - Zu viele Lebensmittelskandale haben in den letzen Monaten bewusste Verbraucher erschüttert. Umso erfreulicher, dass es aus der BIO-Hühnerhaltung auch positive Nachrichten zu berichten gibt.

Ja! Natürlich startet in Zusammenarbeit mit VIER PFOTEN ein neues Pionier-Projekt zum Schütz der männlichen Küken.

In dem Projekt Bio-Eier mit Liebe gemacht nimmt sich Ja! Natürlich in Kooperation mit dem Tierschutzverein VIER PFOTEN dem Wohlergehen der männlichen Küken an. In zahlreichen Hühnerhaltungs-Betrieben werden junge Hähne getötet, da eine Durchfüttern als unwirtschaftlich angesehen wird. Da sie weder Eier legen können, noch ein saftiges Brustfleisch ausbilden, überleben jährlich Millionen männliche Küken kaum ihren ersten Lebenstag. Nur ihre weiblichen Geschwister bekommen die Chance heranzuwachsen.

Um diesen Missstand in der Hühnerhaltung zu stoppen startete im Jänner 2013 ein völlig neues Projekt in der Aufzucht von Hühnern. 3.000 männliche Küken des Moosdorfer Haushuhns bekamen die Chance zu überleben und wurden zur Vormast eingestallt. Nach sechs bis sieben Wochen werden die Hähne in Kleingruppen von je 200 Tieren in einen Wald gebracht. Dort stehen ihnen flexible Hütten bzw. Unterstände mit Sitzstangen zur Verfügung. Für Witterungsschutz und zuverlässige Wasserversorgung sowie ständige Betreuung und Fütterung mit Bio-Getreide ist gesorgt. Die Haltungsperiode der Hähne wird so auf fünf bis sechs Monate ausgedehnt. Dies entspricht der mindestens vierfachen Dauer einer konventionellen Hühnermast und der mindestens doppelten Dauer der Biomast.

Ab 18. März 2013 sind die Bio-Eier des Moosdorfer Haushuhns im Handel erhältlich. Eine unterstützenswerte neue Herangehensweise an die nachhaltige und faire Aufzucht von Hühnern, die sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in einem ruhigen Gewissen auswirkt.

Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie hier

Autor: Ruth Wagner

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