(Vaccinium spp.)

Heidelbeere

Worauf muss ich beim Kochen achten?
Da Heidelbeeren schnell schlecht werden, sollte man schon beim Einkauf darauf achten, keine von Schimmel befallenen Früchte im Beerenkörbchen zu haben. Im Kühlschrank ungewaschen aufbewahrt, halten die blauen Beeren dann einige Tage, sollten aber am besten noch am gleichen Tag genossen werden, wobei man sie nur ganz kurz vor dem Verzehr abwaschen sollte. Auch getrocknet schmecken Heidelbeeren ganz vorzüglich. Aber Achtung: nachdem man Heidelbeeren - vor allem Waldheidelbeeren - gegessen hat, sollte man lieber keine wichtigen Termine haben. Denn im gleichen Maß wie die Beeren wunderbar schmecken, färben sich auch ganz wunderbar Zähne und Zunge blau!

Eine kleine Kulturgeschichte der Heidelbeere
Im Märchen trifft man an Heidelbeerplätzen oft auf Zwerge, die in von Heidelbeersträuchern verdeckten Höhlen sogar ihre Schätze verstecken. Eine Legende aus dem Spessert erzählt wiederum, dass während einer Hungersnot um göttlichen Beistand gebetet wurde. Dieser trat auch prompt ein, indem Maria aus Rosenkranzperlen Heidelbeeren machte und die blauen „Muttergottesbeeren“ in der geplagten Gegend verstreute. Auf den Boden fallende Heidelbeeren durften nach beiden Sagen nicht aufgehoben werden – als Beerenopfer versuchte man damit Zwerge genauso wie die Gottesmutter mild zu stimmen. So romantisch die Erzählungen rund um die Waldheidelbeere sind, so prosaisch ist die Geschichte um die Kulturheidelbeere in Europa: sie wurde schlicht Anfang des 20. Jh.s aus Amerika eingeführt.

Biologisches
Die große Pflanzengattung der Heidelbeeren umfasst Hunderte von verschiedenen Arten, die jedoch nicht alle essbar sind. In Europa und Asien ursprünglich beheimatet, ist die Waldheidelbeere eine wild wachsende Strauchpflanze, die bis zu einem halben Meter hoch wird. Die knapp 1 cm großen auch Blau- oder Schwarzbeeren genannten Früchte zeichnen sich durch eine intensive Blaufärbung und ihr starkes Aroma aus. Die Kulturheidelbeere hingegen stammt aus Nordamerika. Die Früchte sind von hellerem Blau, ihre Größe schwankt zwischen jener einer Erbse und der einer Murmel. Der wichtigste Unterschied zwischen Kultur- und Waldheidelbeere liegt aber in der Tatsache, dass die aus Amerika stammenden Beeren kein blaues Fruchtfleisch haben.

Für Körper und Gesundheit
„Die Heidelbeere schließt dem Arzt die Tür“ - der blaue Farbstoff Myrtilin ist ein natürliches Antibiotikum und gilt besonders bei Durchfall und Verdauungsproblemen als schon seit Hildegard von Bingen erfolgreich erprobtes Mittel. Aber Blaubeeren können noch weit mehr: ihr Farbstoff wirkt sich auch höchst positiv auf die Sehkraft aus. Ebenso stärkt ihr Genuss die Nerven, hilft bei Blasenentzündungen und durch ihren Vitamin C- und Carotin-Gehalt sind sie sehr gut für das Immunsystem. Allerdings ist zu beachten, dass es vor allem die Waldheidelbeeren sind, die durch ihren größeren Anteil an Myrtilin all diese Eigenschaften mit sich bringen.

Die wichtigsten Fakten über die Heidelbeere gibt es in diesem Video

Autor: Helene Wagner

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Kommentare15

Heidelbeere

  1. ingridS
    ingridS kommentierte am 04.08.2016 um 12:27 Uhr

    Mit einem sogenannten Heidelbeerrechen geht das Pflücken relativ gut.

    Antworten
  2. Elthha
    Elthha kommentierte am 01.09.2015 um 23:09 Uhr

    Kann mir jemand verraten, wie man Gojibeerensaft zubereitet?

    Antworten
  3. heuge
    heuge kommentierte am 13.07.2015 um 20:16 Uhr

    Sehr mühsames Ernten, aber der Genuss entschädigt. Die Kulturbeeren schmecken nicht so intensiv gut

    Antworten
  4. ridi82
    ridi82 kommentierte am 30.05.2015 um 21:19 Uhr

    Bei uns gibts nur die frisch aus dem Wald - oder eben dann tiefgekühlt - Zeppertascherl van die Mühe schon wert!

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  5. wienermaus
    wienermaus kommentierte am 22.01.2015 um 12:36 Uhr

    Ich liebe Heidelbeeren ess sie regelmäßig und auch die Marmelade ist ein Genuß!!

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  6. Alle Kommentare
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