Gemüsereis für Hasenfüsse

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Basiszutaten:

  • 2 Porree
  • 1 Paprika
  • 1 Sellerie
  • 500 ml Weisswein
  • 1 EL Langkornreis
  • Öl
  • Pfeffer
  • Salz
  • Ingwer
  • 1 EL Korianderkörner

Erweitert 1:

  • Curry
  • Rosinen
  • Zitronen (Saft)
  • Sojasauce (süß-sauer)

Erweitert 2:

  • Zimt
  • Ananasstücke
  • 1 EL Pinienkerne
  • Gurke
  • Zuchini
  • Erbsen

Also für zwei Leute eine halbe Frühstückstasse. Für vier Leute muss die Bratpfanne schon sehr groß sein, die Reismenge sollte man aber nicht verdoppeln. (Weil einer immer am Tisch sitzt, der erst vor 20 Min. eine Tafel Schoko genascht hat.) Der Reistopf beginnt mit dem Gemüse. Also die beiden Lauchstangen, Paprika und Sellerie (2 Leute). Nichts macht so viel Spass, wie Porree herzurichten. Vorausgesetzt, man hat das richtige Küchenmesser, ca. 20 cm lang, breite Klinge und sehr, sehr scharf. Damit wird der Bart am weissen Ende abgeschnitten und ebenfalls die dunkelgrünen Blätter.

Diese Übung gehört in meiner Küche zum täglichen Ritual. Porree ersetzt mir meistens die museumsreife Zwiebel; Schalotten und Frühlingszwiebeln ausgenommen.

Von der Paprika darf es ein wenig mehr sein. Sie ist rot, denn das sieht zum grün-weissen Porree schöner aus als eine gelbe. Ich halbiere sie, halbiere die Hälften von Neuem und schneide das Ganze heraus, was nicht tiefrot ist. Als nächstes - nochmal mit dem großen Küchenmesser - werden die vier Teile in schmale Streifchen geschnitten und in kleine Würfel gehackt.

Die große Bratpfanne mit dem Öl aufsetzen und alle Gemüseteilchen einfüllen. Salzen und zermörserte Korianderkörner einrühren. Nein, nicht vier, ebenfalls nicht sieben. Sondern in etwa einen EL voll.

Und zermörsert werden sie erst jetzt. Denn das Aroma von Koriander sitzt wie bei Pfeffer in den ätherischen Ölen, welche, einmal freigesetzt, auf der Stelle verfliegen. Deshalb Niemals fertig gemahlene Gewürze kaufen! Also den ganzen Kladderadatsch im heissen Öl andünsten, bis das Waschwasser beinahe verdunstet ist. Danach die bereit gestellte Flüssigkeit hinzugießen. Die ist entweder eine Weisswein oder evtl. Suppe. Letzterer sollte trocken sein und darf sogar Sherry heissen. Ob die Suppe von dem Hendl oder evtl. von dem Rind stammt, ist egal. Sie sollte nur ungesalzen sein, damit sie mein Würzprogramm nicht verfälscht. Woraus das bestehen kann, ist weiter unten zu lesen; das gehört zu den Variationen.

Wenn es sich wie hier um ein rustikales Essen handelt, ist die Masse nicht so wichtig. Ein walnussgrosses Stück darf es schon sein. Es wird abgeschält; dabei werden erkennbar holzige Stellen weggeschnitten. Später die nackte Wurzel in Längsrichtung halbieren und mit den Schnittflächen auf ein Brett legen. So verrutschen die beiden Hälften nicht, wenn sie in schmale Streifchen geschnitten werden. Diese werden vielleicht von Neuem halbiert und dann in winzige Würfel gehackt.

Dabei erkennt man, dass sie von innen behaart sind, darum muss das Küchenmesser sehr scharf sein (muss es sowieso). Die Ingwerpartikel werden mit den anderen gewürfelten Gemüsen (die brunoise genannt werden) vermengt.

Ich habe verschiedene Sorten Curry, fertige Mischungen, nicht selbst gemacht. Auch eine Currypaste ist dabei, und alle sind verschieden scharf, und bei jeder Currymischung dominiert ein anderes Gewürz. Hier Zimt, dort Safran, Lorbeer taucht auch auf und Nelken und was weiß ich.

Ich nehme irgendeine Sorte, jeweils nach Laune; eine Regel für die eine oder andere gibt es nicht. Meine Auswahl ist - wie meistens - die reinste Willkür.

Der Vorzug dieser Speise liegt in seiner Rustikalität. Der Langkornreis kann und darf gar nicht trocken sein. So entfällt schon mal die Gefahr des Misslingens.

Tipp: Kochen Sie nur mit hochwertigen Gewürzen - sie sind das Um und Auf in einem guten Gericht!

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