Fasten-Kräutertees

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Anis
Dem Anistee schreibt Pfarrer Kneipp eine starke blähungstreibende und krampfstillende Wirkung zu. Anis stärkt den Magen, fördert die Verdauung und der Tee schmeckt auch gut.

Apfelschalen
Der Tee aus Apfelschalen ist im Ursprung ein ganz einfacher, bäuerlicher Tee, der aus im Backrohr getrockneten Apfelschalen bereitet wurde. Für die Generation der Urgroßeltern war dieser Tee nicht nur alltägliches, weil ganz billiges Getränk, sondern auch ein wichtiger Vitaminspender. Apfelschalentee kann auch in größeren Mengen unbedenklich genossen werden.

Brennnessel
Der Tee aus Brennnesseln wird wegen seiner blutreinigenden Wirkung geschätzt und hilft wunderbar beim Entgiften. Die Brennnessel hat ihren festen Platz im Kräutergarten des Klosters. Eine zweiwöchige Brennnesseltee-Kur wird im Frühjahr zur Blutreinigung empfohlen.

Erdbeerblätter
Der Tee aus Erdbeerblättern wirkt blutreinigend und harntreibend. Pfarrer Kneipp rät, diesen Tee gemeinsam mit etwas Waldmeisterkraut zu trinken, das hebt sein Aroma. Waldmeister hat eine beruhigende Wirkung, auf die Seele genauso wie auf den Darm. Erdbeerblättertee für sich schmeckt ein wenig leer, eine Kombination mit anderen Teesorten ist daher auch aus geschmacklichen Gründen zu empfehlen.

Fenchel
Fenchel zählt zu den so genannten „eröffnenden“ Heilpflanzen, er unterstützt also die Ausscheidung. Und zwar sowohl die der Bronchien, als auch jene des Magen- und Darmtraktes.

Gänseblümchen
Gänseblümchen wirken blutreinigend und eignen sich daher gut zur Unterstützung bei Fastenkuren. Wer selbst Gänseblümchen erntet, sollte das nur im Frühjahr tun. Dann entwickeln die kleinen Blumen ihre stärkste Kraft und das intensivste Aroma.

Hagebutte
Ein Früchtetee mit kräftig fruchtigem Geschmack, der reich an Vitamin C ist. Ein Zuviel an Hagebuttentee empfiehlt sich während einer Fastenkur nur deshalb nicht, weil der Tee eher säuerlich ist und in großen Mengen doch die basischen Tees vorzuziehen sind.

Hirtentäschel
Auch eine Pflanze, die Kneipp, der „Kräuterpfarrer“, sehr empfohlen hat. Das Kraut mit den kleinen, weißen Blüten steigert die Darmbewegung und fördert so den Stuhlgang. Zwei bis drei Tassen am Tag gelten als ideal.

Kamille
Die Kamille wirkt ganz allgemein beruhigend, im Bereich der Seele genauso wie im Magen- und Darm-Bereich. Kamillentee sollte mit Maß getrunken werden. Nicht, weil eine größere Menge schädlich wäre, sondern damit sich der Körper nicht daran gewöhnt und die wunderbare Heilwirkung der Kamille im Ernstfall voll zum Tragen kommen kann.

Löwenzahn
Am Löwenzahn ist praktisch alles zu verwenden – die Wurzeln, die Blätter, die Blüten. Die größte Wirkung haben die ersten Pflanzen des Frühlings. Wenn Sie Lust haben, einmal von dieser vollen gelben Blüte zu kosten, werden Sie staunen, wie süß sie schmeckt. Löwenzahntee belebt den Stoffwechsel, reinigt und kräftigt den Verdauungsbereich und er wirkt auch erfrischend. Löwenzahntee kann auch in großen Mengen genossen werden.

Melisse
Der Tee aus Melisse (Zitronenmelisse) entwickelt ein ganz feines, zartes Aroma. Ein Kraut mit vielseitiger Wirkung – beruhigend, entspannend, aber auch stärkend und belebend. Ein Tee, den auch Hildegard von Bingen wärmstens empfohlen hat.

Orangenblüte
Der Tee aus Orangenblüten ist nicht ganz billig, aber durch sein sanftes blumiges Aroma schmeckt er wunderbar. Eine gute Alternative für alle, die sich mit den „richtigen“ Kräutertees nicht so recht anfreunden können. Orangenblütentee hat auch eine beruhigende Wirkung und kann daher am Abend getrunken werden.

Pfefferminze
Den Tee mit dem kräftigen Geschmack lieben viele Menschen, die ansonsten Kräutertees gar nicht so gerne trinken. Pfefferminztee wirkt gut im Magen- und Darmbereich. Regelmäßiger Genuss von Pfefferminztee ist schädlich für magenempfindliche Menschen. Säuglinge und Kleinkinder dürfen wegen des Risikos von Erstickungsanfällen keinen Pfefferminztee oder andere Zubereitungen bekommen.

Ringelblume
Die schöne Gartenblume mit den gelb bis rötlichen Blüten gilt als reinigend. Dieser Tee kann auch gemeinsam mit dem Brennnesseltee getrunken werden.

Rose
Ein Tee aus Rosenblättern lässt sich ganz einfach zubereiten. Allerdings dürfen Sie nur ungespritzte Rosen dafür verwenden. Einige Blätter werden mit siedendem Wasser übergossen, dann soll der Tee etwa zehn Minuten ziehen. Die Farbe des Tees hängt von der Farbe der Blüten ab, der Geschmack ist fein und sanft-aromatisch. Der Rose wird eine sehr harmonisierende Wirkung nachgesagt – sie beruhigt und wärmt das Herz.

Salbei
Salbeitee ist von durchaus intensivem Geschmack, wirkt stark blutreinigend und auch schweißhemmend. Salbeiblättern wird eine starke verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Veilchen
Veilchentee unterstützt die Reinigung der Haut von innen und hilft bei Nervosität und durch die beruhigende Wirkung auch bei Schlaflosigkeit. Veilchenblüten können mit Löwenzahn und Kamille gemeinsam bereitet werden, das ergibt einen gut schmeckenden Tee.


Und noch einige Teemischungen

Zur Beruhigung

Baldrianwurzel, Hagebutten, Melissenblätter und Lavendelblüten werden zu gleichen Teilen gemischt. Für eine Tasse rechnet man einen Teelöffel des getrockneten Krauts. Mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten zugedeckt stehen lassen, abseihen und trinken.

Zur Entschlackung
Brennnessel, Ringelblume und Holunderblätter zu gleichen Teilen mischen. Einen Teelöffel davon mit einer Tasse sprudelnd kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

Ein „Fastentee“ als Begleiter einer Diät
Brennnessel, Gänseblümchen, Löwenzahn und Veilchen zu gleichen Teilen mischen. Einen Teelöffel rechnet man für eine Tasse Wasser. Das Kraut mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und trinken. Von diesem Tee kann man morgens, mittags und abends je eine Tasse trinken, und zwar drei Wochen lang. Der Tee hilft beim Entschlacken.

Tipp

Freunde des schwarzen Tees sollten einmal den „Rotbuschtee“ versuchen. Diese afrikanische Teesorte, die aus den Stacheln des dornigen Rotbusches bereitet wird, enthält keine Gerbstoffe, ist von mildem Geschmack und erinnert dennoch ein wenig an den starken schwarzen Tee. Rotbuschtee gilt auch als Entschlackungstee. Seinem Verwandten, dem Honigbuschtee, wird diese Eigenschaft ebenfalls zugeschrieben.

Die Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 – 1179) hat in ihren Schriften zur Natur- und Heilkunde viele Kräuter und deren Wirkungen beschrieben. Einige der Teemischungen, die die Benediktinernonne vor beinahe tausend Jahren empfohlen hat, werden heute im Handel angeboten. Besonders beliebt ist die „7-Kräuter-Mischung“, die einen etwas bitteren Geschmack hat. Sie besteht aus Anis, Bibernell, Fenchel, Kümmel, Schafgarbe, Wermut und Wacholder.

Hildgard bevorzugte auch Galgant, eine braunrote Wurzel, die zu den Ingwergewächsen zählt. Galgantpulver nach Hildegard wird gerne zur Bereitung von Kräuterweinen verwendet und unterstützt die Tätigkeit von Magen und Darm; außerdem tut es dem Herzen gut.

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Kommentare19

Fasten-Kräutertees

  1. Elli1963
    Elli1963 kommentierte am 11.02.2016 um 08:52 Uhr

    sehr informativ, ich habe mir die Erklärungen gerade ausgedruckt und in die Küche gehängt, kann ich immer wieder mal gebrauchen, vielen Dank dafür

    Antworten
  2. caru
    caru kommentierte am 10.02.2016 um 19:06 Uhr

    Eine sehr gute Beschreibung zum Aufheben

    Antworten
  3. evagall
    evagall kommentierte am 27.09.2015 um 19:35 Uhr

    danke für die Aufzählung und genaue Beschreibung

    Antworten
  4. giuliana
    giuliana kommentierte am 27.08.2015 um 19:44 Uhr

    sehr interessant

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  5. monic
    monic kommentierte am 27.08.2015 um 08:09 Uhr

    gute Übersicht

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