Gesunde Fasern

Die Wichtigkeit der Ballaststoffe

Ballaststoffe werden auch Faserstoffe genannt. Faserstoffe sind ein Sammelbegriff für biologische Wirkstoffe.
Der Begriff „Ballaststoff“ jedoch ist irreführend, da die Natur kein Lebensmittel mit (belastendem) Ballast ausstattet. „Ballaststoffe“ sind außerdem im Sprachgebrauch negativ besetzt.

Die meisten Ballaststoffe sind komplexe Kohlenhydrate (Polysaccharide).
Es gibt: Zellulose, Hemizellulose, Pektine, Lignine, Pflanzengummis, Algenpolysaccharide, usw.

Diese Faserstoffe befinden sich hauptsächlich in den Zellwänden oder Randschichten der pflanzlichen Lebensmittel. Sie sind vorwiegend in Obst, Gemüse, Getreideprodukten und Hülsenfrüchten zu finden, sowie im Getreidekorn. Wenn man ein aus Auszugsmehl gefertigtes Lebensmittel konsumiert, dann nimmt man kaum Ballaststoffe zu sich, denn beim Auszugsmehl, auch normales glattes Mehl genannt, ist die Randschicht des Getreides entfernt worden. Übrig bleibt der Mehlkern. Dieser enthält nur Stärke und kaum Nährstoffe.

Durchschnittsbürger benötigen täglich ca. 30 Gramm Ballaststoffe. Im Durchschnitt aber nehmen wir nur 8 Gramm pro Tag zu uns. Viel zuwenig! Dadurch kommt es zu verschiedenen Befindlichkeitsstörungen.

Die Faserstoffe haben nämlich bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Sie sind verantwortlich:

o für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Dieses Gefühl veranlasst uns weniger zu essen, wodurch sich die Gefahr übergewichtig zu werden verringert

o für weniger Zahnprobleme, da durch den Konsum der Faserstoffe auch die Zähne intensiver benützt werden

o für ein größeres Volumen des Darminhalts. Dadurch werden Darmbewegungen angeregt und Verstopfungen wird vorgebeugt

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass ballaststoffreiche Ernährung Schwankungen des Blutzuckerspiegels entgegenwirkt. Der Verzehr dieser Faserstoffe führt zu einem langsameren und gleichmäßigeren Anstieg des Blutzuckerspiegels, was dazu führt, dass Heißhungerattacken ausbleiben.

Ebenso tragen die Ballaststoffe zur Senkung des Cholesterinspiegels bei, weil sie im Darm die Gallensäure binden. Dadurch wirken sie vorbeugend vor Herz-Kreislauferkrankungen.

Empfehlenswert ist es, nicht zu frisches Brot und zu frische Backwaren zu essen, es könnten Völlegefühl und Blähungen entstehen.
Den Tagesbedarf an Ballaststoffen decken z.B. 8,5 Scheiben Vollkornbrot oder 7 Äpfel.

Versuchen Sie viele Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Trockenfrüchte wie Marillen und Feigen zu essen. Vergessen Sie aber nicht, genügend zu trinken, denn sonst erreichen Sie das Gegenteil, sie bekommen Verstopfung und haben dann weitere gesundheitliche Probleme.

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Autor: Andrea Miksch

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