Die Kunst der Rösti

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Portionen: 1

  • 1000 g Erdäpfeln geeigneter Sorte
  • 50 g Butter
  • Salz

Von allen schweizerischen Spezialitäten ist die Rösti am einfachsten überall auf der Welt zuzubereiten. Sie benötigt nur Ingredienzien, die's heutzutage beinahe in jedem Land gibt: Salz, Butter, Erdäpfeln. Basta. Doch da beginnen schon die Schwierigkeiten.

Später kommt das Problem mit den Erdäpfeln. Die Rösti ist ja im Grunde ein kleines bisschen Ähnliches wie Röstkartoffeln. Überall sonst benützt man für geröstete Erdäpfeln eine Sorte, die schnittfest und kompakt bleibt bei dem Kochen. Für eine Rösti eignen sich solche Erdäpfeln wenig. Rösti verlangt eine Kartoffelsorte, die ziemlich mehlig ist, aber nicht ganz. So zwischendrin - ein typisch schweizerischer Kompromiss, möchte man sagen.

Emaillierte Eisenpfannen sind brauchbar, aber nur, wenn das Email von bester Qualität ist (d. H. bei dem Braten nicht splittert) und wenn die Bratpfanne einen dicken Boden hat. Der ist notwendig, um die Temperatur bei dem Braten gleichmässig zu gleichmäßig verteilen.

In alten Zeiten war's so, dass die Rösti in der Pfanne auf den Tisch kam und jeder sich mit dem Löffel seine Bissen herausholte. Rösti galt damals als komplette Mahlzeit, die ergänzt wurde durch Milchkaffee, manchmal ebenfalls durch vergorenen Apfelmost, Wein oder evtl. ein anderes ortsuebliches Getränk. Dazu ass man, wenn es die Verhältnisse erlaubten, Käse. Das war eine Mahlzeit, die sich als Frühstück, als Mittag- oder evtl. Abendessen auf der Stelle gut eignete.

Die 'alten Zeiten" freilich sind noch gar nicht so lange her. Erdäpfeln waren ja eine amerikanische Pflanze, die in Peru wuchs; sie kamen darum erst nach Europa, nachdem Pizarro dieses Land erobert und ausgepluendert hatte. Aber sie kamen nicht als Nahrungsmittel zu uns, sondern als wissenschaftliche Kuriosität. Im Januar 1588 gerieten sie in die Hände des in Wien lebenden französischen Botanikers Charles de Liter'Ecluse, der ihnen den Namen "Trüffelchen" gab, beziehungsweise in miserablem Latein "taratufli" - und daraus wurde dann "Erdapfel". Ihren wissenschaftlichen Namen bekamen sie aber in der Schweiz, nämlich in Basel anno 1590 von dem Botaniker Caspar Bauhin, der die seltsame Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse mit "Solanum tuberosum esculentum" bezeichnete. Gegessen wurden Erdäpfeln damals erst in Spanien - man gab sie in Klöstern als Almosen an die Armen.

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Kommentare1

Die Kunst der Rösti

  1. Goldioma
    Goldioma kommentierte am 03.04.2015 um 17:16 Uhr

    gut geschrieben

    Antworten
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