Bärlauch, eine kurze Information

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Bärlauch (Allium ursinum) ist verwandt mit dem allseits bekannten Knofi (Allium sativum).

Diese zur Familie der Liliengewächse gehörende, in Nordasien und Europa beheimatete Pflanze fällt durch ihren intensiven, knoblauchartigen Geruch auf. Sie wird selten kultiviert, ist und zwar häufig auf nassen, humusreichen Laubwaldböden und dort an schattigen Standorten zu finden. Ihre grosse, grünständige, lanzettförmige und langgestielte Blätter (mit einem dreikantigen Stengel) ähneln jenen der giftigen Maiglöckchen, sie strömen und zwar einen intensiven Knoblauchduft aus. Grösse der Blätter: 20 bis 300 mm. Die Pflanze besitzt eine längliche Zwiebel mit weissen, durchsichtigen Häuten.

Die Pflanze soll im Frühjahr die erste Nahrung der wildlebenden Bären gewesen sein und trägt aufgrund dessen ihren Namen.

In der Küche werden die frische Blätter, abergleichermaßen die Zwiebeln - diese ähnlich wie Knofel - verwendet: getrocknet verlieren die Blätter stark an Wohlgeschmack. Zu einer Kräuterbutter verarbeitet, ist Bärlauch ein erfrischend herzhafter Brotaufstrich. Roh dient Bärlauch zum Würzen von Suppen, Grünzeug beziehungsweise als Salatbeilage.

Gekocht ist er eine Alternative zum Blattspinat: der im frischen Zustand manchmal ein wenig starke Geruch wandelt sich indes des Kochens in ein mildes, knoblauchartiges Aroma um.

Enthält: schwefelhaltiges ätherisches Öl, Vinylpolysulfide, Vinylsulfid, Merkaptan, Vitamin C, Mineralsalze.

Wirkt: im Darm gärungs- und fäulniswidrig, abtreibend auf Eingeweidewürmer, schwach gefaesserweiternd.

Anwendungsgebiete: Bärlauch ist in seinen Werten noch nicht voll erforscht. Fest steht, dass seine Fermente einen gewissen Einfluss auf die Drüsen- und Verdauungstätigkeit besitzen. Bewaehrt hat sich diese Pflanze bei Blähungen, Koliken, Durchfällen, Frühjahrskur, Appetitlosigkeit, Bluthochdruck, Verdauungsstörungen.

Ein Tee aus den Blättern regt die Harnabsonderung an und wirkt bei Hautausschlag, Arteriosklerose (auch wenn diese schon weit fortgeschritten ist) sowie bei Bluthochdruck.

Pfarrer Künzle schreibt: "Wohl kein Küchenkraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch. Ewig kränkelnde Personen..., die Skrofulösen und die Bleichsüchtigen sollten den Bärlauch verehren wie Gold. Die jungen Personen würden aufblühen wie ein Rosenspalier und aufgehen wie Tannenzapfen in der

die Blütenstengel von dem Bärlauch milchsauer eingelegt unter dem Namen "Tscheremscha" zu kaufen (15 bis 200 mm lange Stiele, sehr schmackhaft, kommt aus dem Kaukasus).

Unser Tipp: Wenn Sie gerne mit frischen Kräutern kochen, besorgen Sie sich am besten Küchenkräuter in Töpfen - so haben Sie immer alles parat!

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