Apfellikör

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Portionen: 1

  • 1000 g Äpfel
  • 500 ml Apfelbranntwein bzw. Calvados
  • 200 ml Apfelbranntwein 40%
  • 220 ml Zuckerlösung
  • 1 Prise Zitronen-oder Weinsäure (etwa 1 g)
  • 80 ml Apfelsaft

 

Ansatz: Zum Ansatz werden 300 g aromareiche Äpfel mit Kerngehäuse und 200 g Apfelschalen (der selben Sorte) benötigt, die man im Haushaltsmixer zerkleinert. Dazu in den Mixbecher guten Calvados oder Apfelbranntwein Form. Die gesamte Mixtur in einem verschliessbaren Gefäß 14 Tage stehen. Daraufhin den Ansatz über ein Seihtuch leeren und den Extrakt ablaufen, mit Handdruck nachhelfen. Über die Rückstände so viel Wasser gießen bis 500 ml Gesamtextrakt gewonnen sind.

Zuckerlösung: 1 kg Zucker wird mit 450 ml Wasser gekocht. Man erwärmt am besten zu Beginn das Wasser und setzt dem heissen Wasser ein klein bisschen Zitronen-oder Weinsäure (etwa 1g) zu, die später die teilweise Umwandlung der Saccharose in Invertzucker bewirkt. Schliesslich gibt man den Zucker unter durchgehendem Rühren dazu. Die Umwandlung geht am schnellsten bei Kochtemperatur vor sich und dauert ungefähr 15 min. Während des Kochens bildet sich an der Oberfläche ein grauer Schaum. Dieser Schaum ist mit dem Schaumlöffel abzuschöpfen. Die fertige Lösung wird noch heiß in einen Messbecher geseiht.

Es sollte 1 l Zuckerlösung entstanden sein. Ist die Masse zu gering, muss mit heissem Wasser auf 1 l (= 1000 ml) aufgefüllt und gut vermengt werden. Die Fehlmenge kann dadurch entstehen, dass derweil des Kochens zu viel Wasser verdampft. Die Mengenkontrolle ist darum wichtig, weil in einem l der Lösung 1 kg Zucker enthalten sein soll. Diese kleine Mühe erleichtert die spätere Arbeit und trägt wesentlich zum Gelingen bei. Zu einem guten Likör gehören nicht nur Zucker, Alkohol, Aromastoffe und Wasser, sondern auch das richtige Verhältnis der einzelnen Ingredienzien zueinander. Eine ungenaue Zuckermenge kann den Geschmack eines Likörs unguenstig beeinflussen. Sollte die Zuckerlösung nicht auf einmal verbraucht werden, so kann man sie ohne Bedenken an einem abkühlen Ort (Keller) bis zum nächsten Mal behalten. Wenn sie auskristallisiert beziehungsweise gar verschimmelt, dann stimmten die Mengen Zucker, Zitronensäure beziehungsweise Wasser nicht mit den vorgeschriebenen Mengen überein. Auskristallisierter Zucker macht die Lösung noch nicht unbrauchbar, eine verschimmelte Lösung dagegen ist ungeniessbar. Es sei gesagt, das die beschriebene Zuckerlösung 72, 7 Gewichtsprozente Zucker beinhaltet und ein l davon 1358 g wiegt. Um dem Likör eine sämige Konsistenz zu Form, verwendet die Industrie den sogenannten Stärkesirup (Glucose). Dieser Sirup besteht u. A. aus höhermolekularen Kohlenhydraten, die Dickfluessigkeit des Likörs verursachen. Durch höhere Zuckergaben könnte man die gleiche Wirkung erreichen. Der Likör wäre dann jedoch viel zu süß. Der Stärkesirup hat nur die Hälfte der Süsskraft des Zuckers. Dieser Wert wird bei der Aufstellung der Rezeptur berücksichtigt, so das durch den Zusatz von Stärkesirup der Gesamtzuckergehalt nicht erhöht wird.

Leider hat der häusliche Likörhersteller kaum Gelegenheit, Stärkesirup in kleinen Mengen zu kaufen. Er muss also auf die handelsübliche Sämigkeit bei seinem Likör verzichten. Das bedeutet aber keineswegs eine wesentliche Geschmacksminderung des Produkts.

1 l Apfellikör Ca. 25%Vol:

500 ml Apfelextrakt (Ansatz), 200 ml Apfelbranntwein 40%, 80 ml Apfelsaft und 220 ml Zuckerlösung vermengen und den Apfellikör, abgefüllt, ca. 2-3 Wochen im dunklen Keller ruhen.

Zur Abrundung kann man ein kleines bisschen Vanillezucker und Saft einer Zitrone dazugeben. Etwas Quitten- anstelle von Apfelsaft verstärkt das Aroma. Da Äpfel viel Pektin enthalten, muss man mit starker Trübung rechnen, die sich nur gemächlich am Boden absetzt.

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Kommentare1

Apfellikör

  1. Leben
    Leben kommentierte am 06.07.2015 um 05:38 Uhr

    lecker

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