Mit Ernährung unterstützen

Brustkrebstherapie

Anti-Brustkrebs-Diäten: Sinn oder Unsinn? Brustkrebs ist in Österreich nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Dank zahlreicher Vorsorgeprogramme wird die Erkrankung immer früher erkannt und kann rechtzeitig behandelt werden.

Immer wieder hört und liest man von speziellen Anti-Krebs-Diäten, die angeblich eine Krebserkrankung verhindern sollen. Doch halten die Diäten tatsächlich, was sie versprechen?

Es gibt keine präventive Brustkrebsdiät!
„Das persönliche Krebsrisiko wird durch Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung, Umweltfaktoren sowie die Veranlagung bestimmt“, so die Gynäkologin Dr. Ursula Denison, „Bei Brustkrebs jedoch gibt es bis dato keine spezielle Diät, die zur Prävention empfohlen werden kann. Weder eine vegetarische, eine mediterrane noch ein fettarme Ernährungsweise haben nachweislichen Einfluss auf das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.“

Gesunde Ernährung kann auch eine Brustkrebsprävention sein
Nachgewiesen werden konnte jedoch, dass eine Reduktion des BMI auf Normalgewicht die Brustkrebserkrankungshäufigkeit senkt. Somit scheint keine spezielle Diät die geeignete Vorsorgemaßnahme im Ernährungsbereich zu sein,  sondern generell eine ausgewogene, gesunde Ernährung, die zu einem normalen BMI beiträgt.

„Die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen sind neben einem gesunden Lebensstil jedoch die regelmäßigen empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen und das Abtasten der Brust, das von jeder Frau einfach und schnell zuhause durchgeführt werden kann“, so Denison. Die Österreichische Krebshilfe (http://www.krebshilfe.net/information/vorsorge/frauen/brustselbstuntersuchung.shtm) zeigt auf ihrer Website, wie man die Brust richtig abtastet, worauf man dabei achten muss und welche ärztlichen Untersuchungen jeder Frau empfohlen werden.

Die richtige Ernährung bei Brustkrebs
Für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind und eine Strahlen- oder Chemotherapie machen müssen, können Ernährungstipps jedoch enorm hilfreich sein. „Viele Brustkrebstherapien können Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich hervorrufen“, so Denison, „Diese können mit den richtigen Lebensmitteln gelindert werden.“

Nebenwirkungen der Chemotherapie durch richtige Ernährung lindern
Besonders Übelkeit und Erbrechen sind häufige Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Die Therapie kann die Magenentleerung verlangsamen, weshalb man vor den Therapiesitzungen nur kleine und leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen sollte. Fette und sehr süße Lebensmittel verschlimmern die Übelkeit in der Regel und sollten auch in den Tagen nach der Therapie gemieden werden.

Weiche, cremige und geruchsarme Speisen hingegen wie z.B. Nudeln oder Knödel werden erfahrungsgemäß sehr gut vertragen und liefern reichlich Energie, die die Patientinnen auf jeden Fall benötigen.

Auch Teesorten wie Käsepappel-, Kamille- oder Ingwertee helfen, die lästige Übelkeit zu verringern.

Viele Patientinnen klagen während Chemo- und Strahlentherapien auch über Mundtrockenheit und wunde Stellen im Mund, die sehr schmerzhaft werden können. Die Patientinnen erhalten Mundspüllösungen und/oder antibiotische Mittel und sollten auf harte, grobe Lebensmittel wie harte Brotrinden und auf säurehaltige Getränke und Speisen wie Fruchtsäfte oder Essig verzichten.
Mild gewürzte, saftige Gerichte hingegen schonen die Mundschleimhaut. Doch Vorsicht – sehr klebrige Speisen wie Püree oder Brei können an entzündeten Stellen kleben bleiben und so Schmerzen verursachen.
Salbei, kühle Getränke und Wasser unterstützen dabei, die Entzündung als Ganzes zu lindern.

„Eine begleitende Ernährungstherapie ist für Brustkrebspatientinnen sehr wichtig und unterstützt die Behandlungen optimal. Dabei kann der Nährstoffbedarf ideal abgedeckt werden und mühsame und schwächende Nebenwirkungen können zielgerichtet gelindert werden“, bestätigt die Gynäkologin.

Obwohl es offenbar keine Anti-Brustkrebs-Diät gibt, die verlässlich vor einer Entstehung der Erkrankung schützt, kann man sein Risiko, an Krebs zu erkranken durch eine gesunde Ernährung verringern.
Betroffene können ihrem Körper über die richtige gesunde Ernährung die nötigen Nährstoffe zuführen und mit einigen Hausmitteln sogar Nebenwirkungen lindern.

Wir haben für Sie ein gesundes Menü zusammengestellt, das nicht nur Patientinnen gut tut, sondern auch deren Familie und Freunde wunderbar schmeckt. Entdecken Sie die Rezepte in unserem Rezepte-Special zum Welt-Krebs-Tag.

Ernährung bei Brustkrebs-Menü:
Mediterraner Tofu-Aufstrich
Rote-Rüben-Risotto mit Feta
Himbeer-Bananen-Shake

Wer sich weiter über Brustkrebs informieren möchte, findet auf folgenden Seiten hilfreiche Tipps und Kontakte:

Österreichische Krebshilfe

Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs

Frauengesundheitszentrum

Wiener Programm für Frauengesundheit

Gemeinnützige Privatstiftung für Brustgesundheit

 

Quelle: Ratgeber „Ernährung bei Brustkrebs“, maudrich Verlag 2012

 




Autor: Romana Peiritsch

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