Tipps für den optimalen Einsatz des magischen Wintergemüses

Alles Kraut oder was?

Im Gegensatz zum Unkraut ist das Kraut (in Deutschland Kohl) eine recht nützliche Pflanze, die sogar in der Pharmazie gute Dienste leistet.

In der heimischen Küche führte das Kraut lange Zeit ein Schattendasein mit dem Image eines Arme-Leute-Essens. Doch das ist vorbei.

In kalten Wintermonaten haben die magischen Kraut- und Kohlsorten wie Karfiol, Kohlrabi, Kohlsprossen, Weißkraut, Wirsing, Rotkraut oder Sauerkraut Hochsaison und mausern sich zum In-Gemüse.

Kulturkraut aus dem Mittelmeerraum
Bernhard Oberhauser bringt Kraut in Kürze in stylischen Aludosen auf den Markt. „Es soll ein Converience-Produkt sein - also nur noch Dose auf, erwärmen und fertig. Ohne chemische oder industriell erzeugte Zutaten, ein reines Naturprodukt in vielen Variationen mit Tomate, Kürbis, Paprika oder Weißwein“, verrät der innovative Koch. So wie schon für die Griechen und Römer soll Kraut wieder ein fixer Bestandteil der Speisekarte werden. In unseren Breiten kommt am häufigsten Weißkraut in den Kochtopf. Weißkraut kann man als rohen oder warmen Salat verzehren, als Suppe, Gemüsebeilage oder Zutat für den Eintopf. Eine gute Figur macht er in allen asiatischen Gerichten, als Roulade, Krautfleisch, Strudel oder Fleckerln.

Sauer macht lustig
In Oberösterreich gehört Sauerkraut seit Jahrhunderten zum Alltagsmenü. In steinernen oder hölzernen Bottichen wurde einst das Kraut bearbeitet. Abgekocht wurde das Kraut in Erdgruben gelagert und damit mehrere Jahre haltbar gemacht. Heute wird Weißkraut mit modernen Methoden einer Milchsäuregärung unterzogen, wodurch das Sauerkraut entsteht. Sauerkraut ist gut für den Darm und wird meist zu deftigen Speisen wie Speck oder Würstel gereicht oder als Szegediner Gulasch serviert.

Rot oder Blau?
Egal, ob man es Rotkraut oder Blaukraut nennt, es ist eine Spur süßlicher als Weißkraut und passt hervorragend zu Schwein, Ente, Gans oder Wild. Gourmets verfeinern das farbenfrohe Kraut gerne mit Honig, Zucker, Preiselbeermarmelade oder Nelken. Noch ein Tipp: Kümmel nimmt dem Kraut die blähende Wirkung!

Die Vitaminlieferanten

Kraut- und Kohlsorten sind wahre Vitaminbomben. 100 Gramm rohes Weißkraut hat die gleiche Menge Vitamin C wie ein Glas Orangensaft und schützt vor Erkältungen. Weiters enthält Kraut Vitamin B und E sowie Beta-Carotin. Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor sorgen für einen guten Stoffwechsel, Ballaststoffe unterstützen den Darm und die Verdauung. Verschiedene Antioxidantien stärken das Immunsystem und verringern das Krankheitsrisiko. Und das Beste: Kraut ist bei uns heimisch und im Winter immer frisch erhältlich.

Der ultimative Fatburner?
Kraut gilt spätestens seit der „magischen Krautsuppe“ als Wunderwaffe gegen zuviel Kilos. Als Suppe wirkt Kraut sättigend, weist wenige Kalorien auf, regt die Wasserausscheidung an und baut Fettgewebe ab. Wer allerdings nur auf Krautsuppe und Obst setzt, erzielt nur kurzfristige Erfolge. Vor Jojo-Effekten verschont bleibt man nur mit einem rundum gesunden Lebensstil - dazu kann die Krautsuppe eine gute Ergänzung sein.

Übrigens, Kraut kann auch äußerlich angewendet werden: es hilft in Form von Wickeln bei Kopfschmerzen und Prellungen. Kraut sei Dank!

Autor: Mag. Andrea Arneitz

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Kommentare1

Alles Kraut oder was?

  1. heuge
    heuge kommentierte am 04.01.2016 um 17:53 Uhr

    wir lieben Kraut in jeder Form

    Antworten
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