Orange
(Citrus sinensis)
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Eine kleine Kulturgeschichte der Orange
Wenn die Wohnung vom Duft nach Orangen erfüllt ist, weiß man, dass Weihnachten nicht mehr
weit sein kann. Die Orange ist aber vielmehr als eine Begleiterscheinung dieses winterlichen
Festes: Ursprünglich in China beheimatet, sollen Orangenbäume schon die legendären Gärten der
Semiramis in Babylon geschmückt haben. Nachdem die Griechen durch die Feldzüge Alexander des Großen
im Osten mit einer frühen Orangenart in Kontakt kamen, gab es auch in Griechenland und dem alten
Rom Orangenbäume. Unsere heutige süße Orange wurde allerdings erst im 15. und 16. Jh. in Europa
bekannt. Seitdem tauchen Orangen nicht nur auf Tellern, sondern auch in Musikstücken wie Prokofjews
„Die Liebe zu den drei Orangen“, auf Bildern wie Arcimboldos Winter-Allegorie oder in Goethes
Gedichten auf.
Biologisches
Der immergrüne Orangenbaum, der bis zu 100 Jahre alt werden kann, liebt südliche Gefilde und
wird bis zu 13 m hoch. Zarte und duftende, weiße oder rosa Blüten zieren den Baum in der Zeit
zwischen März und Mai. Die Früchte selbst werden in Südeuropa zwischen Dezember und März reif. Die
kugelige oder ovale Orange hat eine glatte Schale, deren Farbe von kräftig gelb bis dunkelrot
reichen kann. Im Inneren ist das saftig-süße Fruchtfleisch in 6-14 Segmente geteilt. Zu den
bekanntesten Sorten zählen die kernlose Valencia-Orange, die sich besonders gut als Saftorange
eignet, die ebenfalls kernlose Navelorange, sowie die Blut- und Bitterorange.
Für Körper und Gesundheit
Als Kraftpaket für das Immunsystem sorgen Orangen in den Wintermonaten mit ihrem hohen
Vitamin C-Anteil für genügend Abwehrkräfte gegen Grippeviren – schon zwei Orangen decken den
gesamten Vitamin C-Tagesbedarf. Orangen beinhalten auch Kalium, Calcium und Phosphor. Außerdem
wirken die Südfrüchte harntreibend und verdauungsfördernd, ein Aufguss von Orangenblüten sogar
krampflösend bei Verdauungsbeschwerden.
Worauf muss ich beim Kochen achten
Beim Einkaufen ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Orange im Verhältnis zu ihrer Größe
relativ schwer und ohne weiche oder dunkle Flecken ist. Bei Zimmertemperatur halten Orangen
mindestens 1, im Kühlschrank 2-3 Wochen. Wer seine Weihnachtsbäckerei mit frischen Orangenzesten
verfeinern will, aber nicht jedes Mal extra eine ganze Orange braucht, kann die gerissenen Zesten
ganz einfach einfrieren. Da viele Orangen mit chemischen Mitteln behandelt werden, ist sollte man
sich – will man die Schale verwenden – grundsätzlich für kontrolliert angebaute Orangen
entscheiden. In jedem anderen Fall muss man sie vor dem Verzehr mit heißem Wasser kräftig waschen.
Rezepte zum Probieren
Tomaten mit Ricottakäse und
Orangen
Sizilianische Orangen
mariniert mit Vanille, Olivenöl und hausgemachten Vanilleeis
Trüffel-Orangen-Kugeln
Orangencreme
Orangenpalatschinken


