Kurkuma

(Curcuma longa)

Kurkuma

© ExQuisine Fotolia.com

Eine kleine Kulturgeschichte der Kurkuma
„Indischer Safran“, „gelber Ingwer“, „chinesische Wurzel“ oder Gelbwurz - so unterschiedlich und irreführend die verschiedenen Bezeichnungen für Kurkuma sind, so lange ist auch die Geschichte dieses gelben Gewürzes. Ursprünglich aus Südasien stammend, fanden zumindest Informationen über die Gelbwurz schon im Altertum ihren Weg nach Europa. So schreibt der griechische Arzt Dioskorides im 1. Jh. n. Chr. schon über Kurkuma, dass dadurch Haare aus einem Muttermal ausfallen würden. Richtig verbreitet wurde das sonnengelbe Gewürz aber erst durch die Araber im Mittelalter, die damit nicht mehr Gewänder färbten, wie es in Indien üblich war, sondern den Aromaten auch zum Würzen und Einfärben von Gerichten nützten. Allerdings wussten sie auch um die heilende Wirkung der Kurkuma, die wegen der ähnlichen Gelbfärbung, die durch ihre Beigabe erzielt wird, auch als Safran bezeichnet wurde. Heute färbt man zwar kaum mehr Textilien mit Gelbwurz, dafür wird sein Geschmack in der ganzen Welt geschätzt.

Biologisches
Die mit Ingwer engstens verwandte, schilfähnliche Staudenpflanze wird bis zu einem Meter hoch und trägt äußerst dekorative, große Blätter sowie wunderschöne weiß-gelbe Blüten. Die Teile der Pflanze, die Speisen und Gewänder in ein sonniges Gelb tauchen, sind die Rhizome, also unterirdisch wachsende Stängel. Diese sind länglich, haben ähnlich wie Ingwer Knoten und eine braune Schale sowie gelblich-orangefarbenes Fleisch.

Für Körper und Gesundheit
Durch die satte gelbe Farbe, die Kurkuma jedem Gericht verleiht, kann man dem Gewürz mit bestem Gewissen eine stimmungsaufhellende Wirkung nachsagen. In der Heilkunde wird Kurkuma aber besonders als Mittel für Leber und Galle höchst geschätzt, da die Gelbwurzel die Gallensaftproduktion fördert und so bei Verdauungsbeschwerden hilft. Zudem regt sie nicht nur den Appetit an, sondern entschlackt auch den Körper.

Worauf muss ich beim Kochen achten
Der Duft von Kurkuma erinnert ein wenig an Ingwer, ihr Geschmack ist hingegen wesentlich milder als Ingwer, sehr würzig und leicht bitter. Aufgrund der Farbintensität der - meist als Pulver erhältlichen - Gelbwurz ist es wichtig, das Gewürz trocken und unter Licht- und Luftabschluss aufzubewahren. Frische Gelbwurz verwendet man wie Ingwer - aber Achtung: wie der Name schon ahnen lässt, sind nachher die Hände und Küchengeräte gelb. Im Sonnenlicht verblassen die Farben schnell wieder. Da Kurkuma - egal ob frisch oder gemahlen - nicht nur intensiv färbt, sondern auch intensiv schmeckt, sollte sie eher sparsam verwendet werden.


Rezepte zum Probieren
Arabische Gewürzmischung
Lammfilet mit Mangold und Kurkumareis
Auberginen-Curry mit Garnelen
Enten-Saté-Spießchen
Kürbischutney
Pakoras (Frittierte Gemüsebissen)

Autor: Helene Wagner | 14. 4. 2008 |
 
 

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