Kresse
(Nastutium officinale, Lepidium sativum, Tropaeolum majus)
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Eine kleine Kulturgeschichte der Kresse
Scharf und pfeffrig war die feinblättrige Kresse schon bei den alten Griechen und Römern
eine gerngesehene würzige Zutat am Küchenrost. Wegen ihres herben Geschmackes wurde sie zur Zeit
der legendären Imperatoren als „Nasturtium“ bezeichnet. Abgeleitet von der Bezeichnung „nausu
tortus“ bedeutet dieser spöttische Spitzname nichts anderes als „das leidvolle Rümpfen der Nase“
nach übermäßigem Kressegenuss. Die zwei bekanntesten Kressesorten sind die Brunnenkresse und die
Kapuzinerkresse. Schon der Name der aus Peru stammenden Kapuzinerkresse deutet darauf hin, dass sie
vermutlich in dem ein oder anderen klösterlichen Kräutergärtlein gerne kultiviert wurde.
Wahrscheinlich stammt ihr Name jedoch davon ab, dass die Blüten der Kapuzinerkresse Ähnlichkeit mit
den Kapuzen des Bettlerordens haben. Der Name des Ordens leitet sich nämlich aus dem Italienischen
von cappuccio ab, was so viel wie Mantelhaube bedeutet.
Biologisches
Die Kresse gehört zum Blattgemüse und ist eine Wasserpflanze, aus der bis zu 50cm hohe
Pflanzen wachsen können. Sie ist dafür bekannt, dass sie äußerst schnell keimt und bereits nach
wenigen Tagen geerntet werden kann. Am liebsten schlägt sie ihre Wurzeln in kalten fließenden
Gewässern, weshalb sie in früheren Zeiten meist nur im geringeren Ausmaß angebaut wurde. Die zwei
gängigsten Sorten sind die so genannte Garten- oder Brunnenkresse (Lepidium sativum und Nasturtium
officinale) und die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus). Aus botanischer Sicht gehören sie zwei
getrennten Familien an. Während Garten- und Brunnenkresse nämlich zu den Kreuzblütlergwächsen
zählen gehört die Kapuzinerkresse schlichtweg den Kapuzinerkressegewächsen an.
Für Körper und Gesundheit
Auch wenn die zarten Blättchen anfangs nicht so scheinen, entpuppen sie sich doch als wahre
Vitaminbomben. Sie enthalten viel Vitamin C, Vitamin A, Kalium und Eisen und haben durch ihre
scharfe Note eine äußerst appetitanregende Wirkung. Sie beleben den Kreislauf, reinigen den Darm
und gleichen den Mineralstoffhaushalt aus.
Worauf muss ich beim Kochen achten
Das Um und Auf beim Kochen mit der sensiblen Kresse ist sie so schonend wie möglich zu
behandeln. Erst knapp bevor man sie zubereiten möchte, sollte man sie flink pflücken, kurz von
Erdresten säubern, die Wurzel entfernen und dann je nach belieben zubereiten. Wird die Kresse zu
gründlich gewaschen wird sie leicht matschig. Lässt man sie jedoch zu lange auf dem Küchenbrett auf
ihre endgültige Bestimmung warten, wird sie schnell zu einem trockenen Gesellen.
Besonders hübsch und praktisch ist eine kleine Kressekultur am eigenen Küchenfensterbrett.
Nach nur wenigen Tagen Keimen die Samen, die man zuvor in eine kleine Schale mit ein wenig Wasser
gegeben hat. Frisch geerntete verleiht die Kresse so manchen Gericht Finesse.
Rezepte zum Probieren
Kalbsleber mit Thymianpanier und
Kressesalat
Drau-Huchenfilet mit Kapuzinerkressesauce
Erdäpfelpudding mit frischer Bachkresse
Überbackene Lachsforellenfilets mit
Brunnenkresse-Salat







