Kleines ABC
der aphrodisischen Genüsse
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AUSTERN verdanken ihren aphrodisischen Ruf vor allem der Tatsache, dass man nach
Herzenslust darin schlürfen kann.
BOHNEN verursachen laut hl. Hieronymus vor allem bei Nonnen gefährliches Kitzeln
in gefährlichen Regionen.
FEIGEN heißen auf Italienisch viel sagend „fica“ und regen auch von ihrer Form her
Männerphantasien an.
LEBKUCHEN hieß früher auch Liebeskuchen.
LIEBSTÖCKEL wird verräterisch auch Lustock oder Luststöckl genannt.
PETERSILIE hilft, so waren zumindest die mittelalterlichen Mediziner überzeugt,
gegen das „Nachlassen der Säfte“.
PISTAZIEN galten so manchem Renaissance-Gelehrten mit viel Vorstellungskraft als
Sinnbild für Spermatozoen.
REBHUHN steht unter Kennern im Ruf, ein besonders brunftiges und zügelloses
Federvieh zu sein.
SPARGEL hat, rein wissenschaftlich gesehen, eher harntreibende als
schwellkörperbildende Wirkung, allein: die eindeutige Optik ist stärker.
SÜSSWEIN erobert angeblich im Nu Frauenherzen und verdoppelt seine erotisierende
Wirkung sogar noch, wenn man ein paar Safranfäden darin weichen lässt.
TRÜFFELN machen zumindest in der Welt der Schweine und Hunde nachweislich die
Mädels scharf. Sie erinnern phantasievolle Aphrodisiker jedoch auch an Hoden und stimulieren sowohl
durch obszöne Düfte als auch durch luxuriöse Preise.
ZITRONENKRAUT lädt, unters Bett gelegt, dem Vernehmen nach zur körperlichen
Vereinigung.
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