Kleines ABC

der aphrodisischen Genüsse

Feigen

© Petra Gurtner fotolia.com

AUSTERN verdanken ihren aphrodisischen Ruf vor allem der Tatsache, dass man nach Herzenslust darin schlürfen kann.
BOHNEN verursachen laut hl. Hieronymus vor allem bei Nonnen gefährliches Kitzeln in gefährlichen Regionen.
FEIGEN heißen auf Italienisch viel sagend „fica“ und regen auch von ihrer Form her Männerphantasien an.



LEBKUCHEN
hieß früher auch Liebeskuchen.
LIEBSTÖCKEL wird verräterisch auch Lustock oder Luststöckl genannt.
PETERSILIE hilft, so waren zumindest die mittelalterlichen Mediziner überzeugt, gegen das „Nachlassen der Säfte“.
PISTAZIEN galten so manchem Renaissance-Gelehrten mit viel Vorstellungskraft als Sinnbild für Spermatozoen.
REBHUHN steht unter Kennern im Ruf, ein besonders brunftiges und zügelloses Federvieh zu sein.
SPARGEL hat, rein wissenschaftlich gesehen, eher harntreibende als schwellkörperbildende Wirkung, allein: die eindeutige Optik ist stärker.
SÜSSWEIN erobert angeblich im Nu Frauenherzen und verdoppelt seine erotisierende Wirkung sogar noch, wenn man ein paar Safranfäden darin weichen lässt.
TRÜFFELN machen zumindest in der Welt der Schweine und Hunde nachweislich die Mädels scharf. Sie erinnern phantasievolle Aphrodisiker jedoch auch an Hoden und stimulieren sowohl durch obszöne Düfte als auch durch luxuriöse Preise.
ZITRONENKRAUT lädt, unters Bett gelegt, dem Vernehmen nach zur körperlichen Vereinigung.

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Autor: Christoph Wagner | 14. 1. 2008 |
 
 

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