Die Käse-Uhr
Die Abfolge des Käsegenusses: Man beginne also ganz einfach mit dem mildesten der gereichten Käse und taste sich dann — im Uhrzeigersinn — zu den immer aromatischeren und pikanteren Sorten vor.
© Jimmy Thecure fotalia.com
Die Käse-Uhr:
Es gilt das Prinzip, nach dem auch jedes gute Menü und jede sinnvolle Weinfolge durchdacht
werden sollte: Die Reihenfolge geht vom Leichteren zu Schwereren. Kein Gang sollte etwas vom
nachfolgenden vorwegnehmen, und nach Beendigung der Speisenfolge sollte sich das Gefühl einer
geschmacklichen Steigerung eingestellt haben.
Auf konkrete Käsesorten übertragen bedeutet das:
Man beginne beispielsweise mit einem
milden Frischkäse, sei es aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch.
Dann reiche man
Weiß- oder Doppelschimmelkäse, bevor man zu den würzigeren
Rotkulturkäsen übergeht.
Für die geschmackliche Abrundung sorgen bei gleichzeitiger Steigerung des Gaumenkitzels vor
allem
Blau- und Grünschimmelkäse.
Hart- und Schnittkäse platziert man auf dieser „Käse-Uhr“ je nach ihrem
Reifungsgrad. Ein angenehm-leichter Tilsiter wird konsequenterweise weiter vorne zu finden sein als
ein sechs Monate gereifter Bergkäse oder alter Parmesan.




