Die Käse-Uhr

Die Abfolge des Käsegenusses: Man beginne also ganz einfach mit dem mildesten der gereichten Käse und taste sich dann — im Uhrzeigersinn — zu den immer aromatischeren und pikanteren Sorten vor.

Käse-Uhr

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Die Käse-Uhr:

Es gilt das Prinzip, nach dem auch jedes gute Menü und jede sinnvolle Weinfolge durchdacht werden sollte: Die Reihenfolge geht vom Leichteren zu Schwereren. Kein Gang sollte etwas vom nachfolgenden vorwegnehmen, und nach Beendigung der Speisenfolge sollte sich das Gefühl einer geschmacklichen Steigerung eingestellt haben.

Auf konkrete Käsesorten übertragen bedeutet das:

Man beginne beispielsweise mit einem milden Frischkäse, sei es aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch.

Dann reiche man Weiß- oder Doppelschimmelkäse, bevor man zu den würzigeren Rotkulturkäsen übergeht.

Für die geschmackliche Abrundung sorgen bei gleichzeitiger Steigerung des Gaumenkitzels vor allem Blau- und Grünschimmelkäse.

Hart- und Schnittkäse platziert man auf dieser „Käse-Uhr“ je nach ihrem Reifungsgrad. Ein angenehm-leichter Tilsiter wird konsequenterweise weiter vorne zu finden sein als ein sechs Monate gereifter Bergkäse oder alter Parmesan.

 

 

Autor: Christoph Wagner | 19. 8. 2007 |